Bunker-NRW

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A12

hallo leute, weiß jemand näheres über die anlage "A12 Wagrein, Kreis Bischofshofen, Kommando Mauthausen", genau so stet´s im wichert drin, und man findet auch sonst nicht´s im netz.

so weit ich das verstanden habe waren die "A" anlagen für die unterbringung wichtiger unternähmen der ersten welle, also müsste es eine angefangene, eine angefangene und teilweiße fertige oder eine fertig ausgebaute aber vergessene anlage sein...wobei das letzte wohl das beste währe.

weiß einer näheres über die anlage oder überhaupt über die anlagen der ersten welle?

gruß vom ösi
 
Bis weilen finde ich nur Verweise auf dass KZ Mauthausen und einige Strafkommandos die dort agiert haben.
 
Mir ist darueber garnichts bekannt aber werde mich mal schlau machen! Frag mal Snake oder den Taunusbaer! Die sind laufende LEXIKAS was sowas angeht und was die nicht wissen, das finden die! Gruss
 
So hier könnz ihr Euch fürs erste mal durchlesen. Kommt aber noch Mehr.

Aufgaben/Organisation:

Die wenig erfolgreiche Bilanz über das erste Jahr des auf dem Reichsparteitag 1936 verkündeteten Vierjahresplans wurde u.a. auf mangelnde Organisation der Vierjahresplanbehörden zurückgeführt. Göring wurde daher durch Hitler beauftragt, durch eine Vereinfachung der Organisation die Grundlage für die fristgemäße Durchführung des Vierjahresplans zu schaffen. Im Zuge dieser Verwaltungsvereinfachung entstand die Reichsstelle für Wirtschaftsausbau (1) als höhere Reichsbehörde unter der Dienstaufsicht des Reichswirtschaftsministeriums. Durch entsprechenden Erlass Görings über die Umbildung des Reichswirtschaftsministeriums und die Weiterführung des Vierjahrplans vom 5. Februar 1938 (2) gingen damit u.a. das Aufgabengebiet des Amts für deutsche Roh- und Werkstoffe (vorher: Rohstoff- und Devisenstab) und das Aufgabengebiet "Industrielle Fette" in den Geschäftsbereich des Reichs- und Preußischen Wirtschaftsministeriums über. Grundsätzliche Entscheidungen der Rohstoffwirtschaft auf den dem Reichswirtschaftsministerium im Rahmen des Vierjahrplans insgesamt übertragenen Aufgabengebieten lagen damit beim Ministerium, alle vorbereitenden Aufgaben der Forschung und Entwicklung sowie die Ausführungsaufgaben der Planung und Durchführung im einzelnen wurden der neu gegründeten Reichsstelle für Wirtschaftsausbau übertragen.
Laut Geschäftsverteilungsplan vom 21. März 1938 (3) gliederte sich die Reichsstelle neben der Zentrale unter Leitung Major Czimatis in die vier folgenden Abteilungen:

* Abteilung F: Forschung und Entwicklung (Leiter Dr. Krauch) mit 19 Dezernaten
* Abteilung P: Planung (Dr. Baur) mit 21 Dezernaten
* Abteilung A: Industrieausbau (Leitung unbesetzt) - Hauptdezernat A 1-6: Energie, Kohle, Eisen und Stahl, NE-Metalle, Leichtmetalle, Steine und Erden (Dr. Rheinländer) - Hauptdezernat A 7 und A 14: Mineralöl (Dipl.-Ing. Obenaus) - Hauptdezernat A 8-9: Chemie (Dr. Eckell) - Hauptdezernat A 10 und A 13: Textilien, Zellstoff, Papier (Präs. Kehrl) - Hauptdezernat A 12: Forstliche Rohstoffwirtschaft (Forstass. von Bonin) - Hauptdezernat A 15: Technische Ernährungsfragen (Dr. Waldeck) - Hauptdezernat A 16: Maschinen, Werkzeuge, Feinmechanik (unbesetzt) - Hauptdezernat A 20: Siedlung, Wohnlager, Arbeitseinsatz, Facharbeiterausbildung (NSKK-Gruppenführer Wisch)
* Abteilung Ro: Rohstoffversorgung, Schifffahrt und Verkehr (Freg.Kpt. Neureuther) mit 4 Dezernaten

Spätestens ab Sommer 1938 lag der Schwerpunkt der Zielsetzung des Vierjahresplans und damit auch der Tätigkeit der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau auf der Erzeugung chemischer Rohstoffe für Mineralöl, Buna, Leichtmetall sowie Pulver, Sprengstoffe und ihrer Vorprodukte. Mit Datum 22. August 1938 ernannte Göring den IG-Farben-Konzerndirektor und Abteilungsleiter der Reichsstelle Carl Krauch zum "Bevollmächtigten für die Erzeugung von Mineralöl, Kautschuk und Leichtmetallen, von Schieß- und Sprengstoffen und deren Vorprodukten und Hilfsstoffen sowie für die Erzeugung von chemischen Kampfmitteln" (4). Für die Durchführung des am 30. Juni 1938 eingeleiteten Chemischen Erzeugungsplans (auch "Krauchplan" oder nach dem Ort seiner offiziellen Bestätigung am 12. Juli 1938 "Karinhallplan") und des von Krauch erarbeiteten "Schnellplans für Pulver, Spreng- und chemische Kampfstoffe einschließlich der Vorprodukte" (PSV-Plan) firmierte Krauch ab Dezember 1938 unter der Bezeichnung "Dr. Krauch, Generalbevollmächtigter für Sonderfragen der chemischen Erzeugung" (GebeChem).

Die besonderen Verhältnisse des Krieges führten Ende 1939 zur Neuordnung der Reichsstelle. Unter Beibehaltung ihres Charakters als nachgeordnete Behörde des Reichswirtschaftsministerium trug die Reichsstelle ab 10. Dezember 1939 die Bezeichnung "Reichsamt für Wirtschaftsausbau" und hatte folgende Aufgaben:

1. Förderung der Forschung und der Entwicklung auf dem Gebiet der industriellen Rohstofferzeugung und -verarbeitung. Veranlassung und Überwachung der Forschungsarbeiten und Betreuung von Erfindern und Erfindungen,
2. Beobachtung der Bedarfslage und Vorbereitung der vom Reichswirtschaftsministerium endgültig festzustellenden Planung auf dem Gebiet der industriellen Erzeugung,
3. Einleitung, Betreuung und Überwachung der auf Grund der Planung genehmigten Bauten. Rohstoffsteuerung hierfür, Führung der Finanzierungsverhandlungen. (5)

Die bisher von der Reichsstelle bearbeiteten Fragen der Errichtung von Gefolgschaftssiedlungen wurde an das Reichsarbeitsministerium abgegeben, die Stelle für Auslands- und Kolonialrohstoffe wurde aufgelöst.

Die Leitung des Reichsamtes wurde Dr. Krauch übertragen, der sich für die Erledigung der ihm als Generalbevollmächtigten für Sonderfragen der Chemischen Erzeugung gestellten Sonderaufgaben der Dienststelle des Reichsamtes für Wirtschaftsausbau bediente, was faktisch die Verschmelzung beider Dienststellen bedeutete. Das Reichsamt gliederte sich im wesentlichen in zwei Hauptabteilungen zuständig für das Aufgabengebiet des GebeChem (Abt. 1) und alle die Bereiche, die nicht im Karinhallplan zusammengefasst waren (Abt. 2).

(1) Informationen zur Einbindung des Reichsamts und seiner Vorgänger in die Entwicklung des Vierjahresplans insgesamt siehe u.a.: Eichholtz, Dietrich: Geschichte der deutschen Kriegswirtschaft 1939-1945, Bd. 1-3, Berlin 1969, 1985, 1996 und Petzina, Dieter: Autarkiepolitik im Dritten Reich. Der nationalsozialistische Vierjahresplan, Stuttgart 1986.
(2) BArch, R 26-I/5.
(3) BArch, R 2/21370.
(4) BArch, R 26-I/3.
(5) BArch, R 3112/2.

Abkürzungsverzeichnis

* Brabag - Braunkohlen-Benzin AG
* DAG - Dynamit AG
* GebeBau - Generalbevollmächtigter für die Regelung der Bauwirtschaft
* GebeChem - Generalbevollmächtigter für Sonderfragen der Chemischen Erzeugung
* GBA - Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz
* OKH - Oberkommando des Heeres
* OKM - Oberkommando der Marine
* OKW - Oberkommando der Wehrmacht
* OT - Organisation Todt
* PSV - Pulver, Sprengstoff, Kampfstoffe einschl. Vorprodukte
* RA - Reichsamt
* RFM - Reichsfinanzministerium
* RMfRuK - Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion
* RM Speer - Reichsministerium Speer
* R-Programm - Raketen-Programm
* RSt - Reichsstelle
* RWM - Reichswirtschaftsministerium
* U-Verlagerung - Untertage-Verlagerung
* Wasag - Westfälisch-Anhaltinische Sprengstoff AG
* Wifo - Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft
* WiRüAmt - Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt (im OKW)
 
hallo, danke sehr aufschlussreich, das hat mich aber irgendwie nicht weitergebracht......

hir ein auszug ausn wichert....

Codename Translation Location
A 1 Osnabrück, Lengerichtunnel
A 1 Aschersleben
A 1 Graz, Kommando Mauthausen
A 2 Sandsteinbrüche Porta, Minden
A 2 Porta b. Minden
A 2 Aschersleben, Kr. Aschersleben
A 3 Steinsalzbergwerke Bartensleben, Helmstedt
A 3 Grein, Kommando Mauthausen, Österreich
A 4 Hans Steinsalzbergwerk Hadmersleben b. Oschersleben
A 4 Gunskirchen, Kommando Mauthausen, Österreich
A 5 Heimkehle, Ufftrungen
A 5 Heinrich Rottleberode
A 5 Hollenstein, Kommando Mauthausen, Österreich
A6 Schachtanl. Georgi u. Neumannsf., Eisleben
A 6 Wilhelm Wansleben
A 6 Klagenfurt, Kommando Mauthausen
A 7 Bruttigtunnel b. Kochem,sw. Koblenz
A 8 Goldfisch Gippswerke Obrigheim, Neckarelz
A 8b Brasse Gipsgrube Ernst, Obrigheim
A 8 Maria Lanzendorf, Kommando Mauthausen, Österreich
A 9 Kiebitz Markichenertunnel Schlettstadt, Elsaß
A 10 Wesserlingtunnel b. Mühlhausen
A 10 Lind, Kommando Mauthausen
A 11 Stilembrecht, Kr. Murnau
A 11 Lind/Ried, Kommando Mauthausen
A 12 Wagrein, Kreis Bischofshofen, Kommando Mauthausen
A 13 Enns, Kommando Mauthausen

kennt einer von euch anlagen in den jeweiligen dörfern oder städten..?

ich bin nähmlich auf der suche nach dieser A12, weil wagrein nur 2 dörfer weiter weg ist von mir.

gruß ösi
 
Ich denke mal es muß sich um die Stollen Anlage Deckname Pyrop in Bischofshofen handeln. Bin noch am Forschen.
Der text oben sollte eine Erklärung dafür sein was A 12 bedeutet :wink:
 
Hey Tanunsbär. Danke für die aufschlussreiche Erläuterung!

A12 und Pyrop? Ich weis nicht ob die zusammenhängen. Habe jetzt auch schon gesucht ohne Ende und mir läuft schon Blut aus dem Ohr vom teelfonieren, aber weiter bin ich immer noch nicht :-(
 
die anlage pyrop ist von wagrein ganze 15 kilometer entfernt in einem anderen tal.

und von einem einheimischen arbeitskolegen habe ich erfahren das sich in wagrein eine stollenanlage befindet mit mehreren stockwerken.

war nur immer zu viel schnee zum hingehen.
in 1 monat werde ich das besagte gebiet mal besichtigen.

würde aber vorher natürlich ein paar infos haben, zb.: ob es nur ein bergwerk ist oder die besagte anlage der deutschen im wichert, halt nur noch nicht ausgebaut.

gruß vom ösi
 
Snake schrieb:
Hey Tanunsbär. Danke für die aufschlussreiche Erläuterung!

A12 und Pyrop? Ich weis nicht ob die zusammenhängen. Habe jetzt auch schon gesucht ohne Ende und mir läuft schon Blut aus dem Ohr vom teelfonieren, aber weiter bin ich immer noch nicht :-(
Ja ist nicht so einfach.
Ich stoße immer wieder auf irgendwelche Stollenanlagen Mittelberg? Könnte das was sein?
 
das ganze gebiet hir ist rund um den "mitterberg" darum der name des dorfes "mitterberghütten", der berg heißt eigentlich "hoch könig".

das ganze gebiet hir ist unterminiert....in fast jedem dorf gibt es stollen, nur hald die meisten vom bergbau her.

aber durch den geilen zaun, den bunker der irgendwo da ist, das vorkommen in der liste und die zeugenaussage wird es wohl kein normales bergwerk sein wo kupfer abgebaut wurde.

kennt einer von euch wem der auf einem österreichischem forum für solche sachen aktiv ist, vielleicht findet der da was raus.
ich persöhnlich kenne kein forum aus dem ösiland.

gruß vom ösi
 
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