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Alte Ein-Mann-Bunker liegen bei Jülich am Straßenrand

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Jülich. Hans Dieter Walter ist Eisenbahner durch und durch. Längst im Ruhestand macht er natürlich beim Eisenbahn-Amateur-Club Jülich (EAKJ) mit. Vor seinem Haus an der Vogelsangstraße stehen Relikte aus der großen Zeit der Eisenbahn unter anderen eine Weichenlampe und ein Laufgestell in Schmalspur.
Hinterm Haus rumpelt die Gartenbahn übers Modellbahngleis. Gerne geht Walter im Bereich des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks (RAW) spazieren.

Das weitläufige Gelände ist nur teilweise vom «Mechatronikzentrum der Bundeswehr» und dem Ausbildungsbereich des Forschungszentrums Jülich genutzt. Weite Teile sind zum «Urwald» hinter brüchiger Mauer geworden.

Vor über drei Jahre stieß Walter an der fast schon vergessenen alten Zugangsstraße zum Forschungszentrum (ehemals KFA), die parallel zur aktuellen Hauptzufahrt verläuft, auf einige seltsame Betonkörper, die offenbar über die Mauer an den Straßenrand gehievt worden waren.

Schnell war dem Bahnkenner klar, dass es sich um so genannte «Ein-Mann-Bunker» handeln musste, die während des Zweiten Weltkrieges unter anderem auch bei der Reichsbahn als Schutzräume dienten.

So sehr der passionierte Eisenbahner in natura und im Modell auf pünktlichen Zugbetrieb Wert legt, so genau wollte Walter natürlich auch wissen, was hinter der ganzen Sache steckt, zumal sich aus dem Lagerplatz ein Müllablageplatz zu entwickeln drohte und aus seiner Sicht neugierige und spielende Kinder gefährdet sein könnten. Und damit begann der Kampf mit bürokratischen Windmühlen.

Über den Jülicher Museumsleiter Marcell Perse erfuhr er, dass diese Teile wohl an diverse Einrichtungen verteilt werden sollten. Aber es tat sich zunächst nichts.

Deshalb sprach Walter mit Bürgermeister Heinrich Stommel und Dezernent Günter Vogel. Die Verwaltung prüfte. Vogel teilte Walter schließlich im Juni 2007 mit, dass nach Augenscheinnahme die Objekte «keine unmittelbare Gefahr darstellen». Mit potenziellen Abnehmern werde verhandelt, so mit dem Freilichtmuseum Kommern, dem Museum Hürtgenwald sowie den Flugplatzmuseen in Venlo und Finowfurt.

Im November hakte Walter nach. Da hieß es seitens der Stadt, dass die Aufstellung eines Bunkers im ehemaligen RAW-Gelände nach anfänglicher Zustimmung durch das Forschungszentrum wieder verworfen worden sei. Dezernent Vogel schrieb ihm: «Dies ist insofern ärgerlich, als mit dem Zeitverlust in der Abwicklung der Aktion auch der notwendige Hebekran nicht zur Verfügung steht.»

Das Jülicher Museum solle nun abschließend klären, wie das «Haus der Geschichte» dazu stehe und ob das THW nach Reparatur des Kranes tätig werden könne.

Nach weiteren gut vier Monaten erhielt der interessierte Jülicher Bürger die Auskunft, dass die Bunkerteile Anfang März dieses Jahres abtransportiert werden sollen. Allerdings wurde nur einer nach Kommern gebracht, vier liegen immer noch an alter Stelle.[/img]
 
Ein sehr beeindruckendes, zeitgeschichtliches Monument - wenngleich sicherlich sehr unbequem. ;)
 
sowas kann ich auch Liefern!
Die liegen in Linnich auf dem Geländer der eh. Polizeischule rum.
 
Naja LKW alleine wird wohl kaum Reichen kommt darauf an wie Schwer die dinger sind. Bis 2t würde ein LKW mit Ladekran ausreichen wenn Schwerer ein LKW und ein Autokran. Für mein THW OV wer das kein Problem die Dinger auf ein LKW zu Verfrachten.
 
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