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Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon Funker » 12.05.2019, 19:43

Hab mal wieder ein bißchen in Google herumgesucht.
Haus Hagen gehörte der Haniel-Erbengemeinschaft, und es gab "Kontakt" zwischen ihnen und der Teerverwertung.
In einer der Karten die xfekbm gefunden hat, steht "Teerverwertung" mitten im fraglichen Grundst√ľck.
Vielleicht haben sie sich schon vor dem 2. WK g√ľtlich geeinigt und es war wirklich die Teerverwertung, die Haus Hagen gekauft und abgerissen hat.

Haniel_vs_Teerverwertung_1910.jpg

Quelle: https://books.google.de/books?id=Cb6ZCw ... CXoECAgQAQ
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 13.05.2019, 06:51

Ja, mit "Industrie" meinte ich nicht unbedingt Produktion. Lager, Verwaltung, sowas auch.

In einer Kaserne werden eigentlich nur Trocken√ľbungen gemacht. Zum Schie√üen, auch mit √úbmun, w√§re die Standortschie√üanlage aufgesucht worden, oder halt eine, die √úbungen mit dem entsprechenden Kaliber erm√∂glicht. Dabei geht es nicht nur um L√§rmbel√§stigung, sondern massive Gef√§hrdung der Anwohner durch √úbmun. Ist im Ruhrgebiet schlicht nicht m√∂glich, au√üer mit Kleinwaffen.
F√ľr ne Kaserne ist mir das zu unaufger√§umt, die Geb√§ude zu verwinkelt und verteilt. Mun-Depots w√ľrden dagegen au√üerhalb liegen. Mit L√∂schwasserteich, Brandschneisen etc.
In einer Kaserne w√§re nur Bereitschaftsmun. Die w√ľrde nicht soviele Bunker brauchen.
Meine 2 Cents nur. In den letzten Kriegsmonaten war aber alles möglich.

Mit Wohnbaracken meinte ich die im Osten der Anlage.

W√§ren die Carlsbilder nicht mittlerweile so teuer, k√∂nnte man einfach eines von 44 ordern und w√ľ√üte mehr...
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon xfekbm » 13.05.2019, 14:54

@Funker, 1910 ist arg lange her grins Hier mal was Wiki zu Haus hagen schreibt:

Zu diesem Zeitpunkt war das ehemalige Rittergut so stark heruntergewirtschaftet, dass es 1865 f√ľr nur 53.000 Taler an den Industriellen Franz Haniel verkauft werden musste. Wohl kurz nach der Konsolidierung der Zeche Neum√ľhl mit dem Besitz der Familie Haniel im Jahr 1890 ging Haus Hagen in der Verwaltung der Zeche √ľber. 1937 ging es an das Deutsche Reich (Reichsfiskus), da im Rahmen der auf den Zweiten Weltkrieg ausgerichteten Verteidigungsma√ünahmen auf dem Gel√§nde um Haus Hagen Flakstellungen errichtet werden sollten. Die Arbeiten begannen im August 1937. Im Zuge dieser Bauma√ünahmen wurde Haus Hagen am 14. Juni 1939 abgerissen.

Also das Gel√§nde ging 1937 in Reichsbesitz √ľber um dort Flakstellungen zu errichten. Nichts von Teerverwertung erw√§hnt. Ich denke die haben das Gel√§nde wohl erst weit nach dem Kriege f√ľr irgendetwas genutzt. Vielleich liegen da ja heute √ľbererdete Altlasten im Boden von denen keiner mehr etwas wissen will. So eine Teerverwertung hinterl√§√üt doch bestimmt √§hnliche Sauereien wie eine Kokerei. Die Geb√§ude auf dem Gel√§nde abrei√üen und den Tr√ľmmerschutt da dr√ľber, anschlie√üend Erde drauf und schon hat man einen w√ľnderbaren H√ľgel grins Und vielleicht ist das ja auch mit ein Grund da√ü dort nichts mehr gebaut wurde. Das erw√§hnte Luftbild ist von 1969. Und ich finde auch nirgendwo etwas was ansonsten auf eine Nutzung durch die Teerverwertung hindeutet.

@PGR 156, ich denke nicht das die Teerverwertung da irgendetwas hingebaut hat wenn das Gel√§nde dem Reich geh√∂rte und f√ľr Flakstellungen vorgesehen war. Nur Flakstellungen? Warum hat man die Bude dann abgerissen, die h√§tte doch nicht gest√∂rt oder. Insbesondere wenn die eigentlichen Flakstellungen weiter √∂stlich auf dem Gel√§nde lagen (rote Kreise), da wo sp√§ter das DP- Lager war. Au√üer man wollte vielleicht Unterkunftsgeb√§ude bauen.
Der gro√üe Platz in der Mitte... auch die Flakkaserne in Wanheim hatte einen gro√üen Platz direkt hinter dem Eingangsbereich der Exerxierplatz genannt wurde (http://www.baor-locations.org/Glamorgan ... .aspx.html). In dem Artikel kann man es erkennen. Hat einer von Euch eine bessere Idee was die Teile in den gelben Kreisen sind welche ich f√ľr Mun- Bunker halte? Sie sehen ja nunmal anders aus wie die Flakstellungen. Schie√ü√ľbungen? Naja, sehr viel Anwohner waren damals ja nicht im Umkreis vorhanden und die Flak schie√üt nach oben hmm-

Die Geb√§ude 1 - 7 im n√∂rdlichen Bereich hinter dieser Freifl√§che halte ich von der Anordnung durchaus f√ľr kasernentypisch. Ich k√∂nnte mir vorstellen da√ü 1937 geplant war dort eine richtige Kaserne hinzusetzen. Ich spinne jetzt mal weiter: Vorrang hatte aber wohl die Kaserne in Wanheim und es wurde in Neum√ľhl nur mit gebremstem Schaum gebaut. Insbesondere hervorgerufen durch die g√ľnstige Entwicklung zu Kriegsbeginn. Als dann die Bombardements begannen bekam das Projekt wieder Priorit√§t, wurde aber nie abgeschlossen weil der Krieg zu fr√ľh aus war.

Aber egal was da stand, es sollte doch Pläne davon geben, oder? Ich bestehe ja nicht auf einer Kaserne grins ich wäre schon froh zu wissen was es wirklich war. Und nichts ist aufschlußreicher wie Bilder dessen was da mal stand.
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon joschh » 13.05.2019, 19:21

Gaaanz blöde Idee von mir. Wenn es so wäre hätte man davon gehört.
Aber trotzdem:
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon Funker » 13.05.2019, 20:20

Zu den "Baracken" beziehungsweise DP-Lager, hier etwas erhellendes:

"Da die IRO Anfang 1952 das Resettlement endg√ľltig einstellte, sank die Zahl der Lagerbewohner ab diesem Datum nur noch durch Umzug in die Wohnsiedlungen. Sie entstanden 1951 u.a. in Duisburg-Meiderich mit 500 bis 600 Bewohnern, K√∂ln-Porz und D√ľsseldorf-Rath mit je rund 400 Bewohnern. Bis 1954 entstanden weitere u.a. in Wuppertal-Oberbarmen, Velbert und M√∂nchengladbach, sp√§tere in D√ľsseldorf-Wersten, M√ľlheim, Essen-Altendorf, Essen-West und Oberhausen-Sterkrade."
Quelle: http://www.brauweiler-kreis.de/wp-conte ... PLACED.pdf (Seite 202)

Das deutet darauf hin, da√ü es sich um eine geplante, durchaus gem√ľtliche Reihenhaus-Siedlung handelte, deren Bau erst deutlich nach Kriegsende begonnen wurde. Um 1950 wurde klar, da√ü diejenigen "Displaced Persons", die bis dahin weder in ihr Heimatland (Sowjetunion, Polen, Litauen) noch in ein anderes Land (Israel, Kanada, USA, Australien) ausreisen konnten oder wollten, auf Dauer in Deutschland bleiben w√ľrden. Deutschland wurde verpflichtet, sie aufzunehmen und sich um sie zu k√ľmmern. Die Lager wurden bis 1955-57 alle aufgel√∂st, und Wohnraum errichtet.

Woher ich das wei√ü... ich wohne in einer der anderen Siedlungen, die in dem o.g. Text erw√§hnt werden. roll- Habe das recherchiert, als wir hier eingezogen sind. Die fr√ľheren Bewohner haben mir Unterlagen √ľberlassen, unter anderem einen Brief der "Lagerleitung" ihres DP-Lagers, in dem der Umzugstermin in ihr Reihenhaus angek√ľndigt wird.
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 14.05.2019, 08:33

joschh hat geschrieben:Gaaanz blöde Idee von mir. Wenn es so wäre hätte man davon gehört.
Aber trotzdem:
Die Form , die Aufteilung hat was von Behelfs/Feldflughafen. kratz-

In der Tat. Das käme von den Gebäuden her grob hin.

Man k√∂nnte nat√ľrlich auch spekulieren, da√ü der s√ľdliche Geb√§udekomplex der "T"-Bereich ist und oben das Stabsgeb√§ude fertig ist und die Kompaniegeb√§ude noch fehlen.
Dann wäre das mittige Gelände mal der Explatz geworden.

Flak kann zwar nach oben und nicht so sehr in die Weite schie√üen, aber eigentlich immer mit zerplatzenden Geschossen, au√üer im Erdkampf, zB die 8,8. Und diese Sprengsplitter regnen √ľber ein gro√ües Gebiet ab. Die Bev√∂lkerung m√ľ√üte sich also in Sicherheit bringen. Jede Flak hat ihren Sektor und die Granaten haben ihre H√∂henangabe.
Nat√ľrlich kann man im Kasernenbereich aber auch das Verlegen und Abtarnen etc √ľben. Es mu√ü ja nicht immer geschossen werden. Man w√ľ√üte mehr, wenn man die Kaliber w√ľ√üte, das k√∂nnte bestimmte Aufstellungsformen bedingen, die man in den Kringeln erkennen k√∂nnte. Wenn es Objektschutz w√§re.
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon xfekbm » 14.05.2019, 15:54

Ich merke ihr dreht euch wie ich im Kreis grins Gut, auf Behelfsflugplatz bin ich bislang noch nicht gekommen.

Das DP- Lager stand ja Ende der 60er Jahre noch und wurde wohl erst f√ľr das Hagenshof- Projekt abgerissen. Da scheinen also noch Leute gewohnt zu haben obwohl die Lager Ende der 50er aufgel√∂st wurden??? Grade dieser Personenkreis d√ľrfte doch am ehesten wegen der N√§he zum Objekt gewu√üt haben was da mal war, oder?

Bin wirklich gespannt ob eure Recherchen mehr zutage bringen wie meine prostt- Ich stecke in einer Sackgasse fest weinen-
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon xfekbm » 14.05.2019, 16:02

Grade gefunden... zwar schon etwas älter
https://www.geschichtsspuren.de/forum/v ... hp?t=14540

Der Ersteller ist auch hier im Forum unterwegs und hat die Kaserne auch hier mal in einem Beitrag erwähnt.
viewtopic.php?t=8181

Hier noch etwas aus der Westfalenpost
https://www.wp.de/staedte/duisburg/nord ... 64701.html
"Schon ab 1937 war an der Essen-Steeler-Stra√üe in Neum√ľhl mit dem Bau einer Kaserne f√ľr die Flugabwehr begonnen worden. Offenbar rechnete die Nazi-Regierung schon fr√ľh mit Luftangriffen aus Westeuropa, die dann aber erst 1941/42 einsetzten."

Auch hier in diesem Buch der Zeitzeugenbörse wird direkt am Anfang des Buches im Zusammenhang mit Haus Hagen der Bau einer Kaserne ab 1937 erwähnt. Leider auch ohne Bilder der Kaserne...
https://books.google.de/books?isbn=3954004240

Können sich soviele Quellen irren?
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon joschh » 14.05.2019, 17:15

xfekbm hat geschrieben:Ich merke ihr dreht euch wie ich im Kreis grins Gut, auf Behelfsflugplatz bin ich bislang noch nicht gekommen.


Ich sach ja: Blöde Idee.
Obwohl die √Ąhnlichkeit da ist, macht es keinen Sinn.
Gab schlie√ülich in Duisburg-Neuenkamp den Paul-B√§umer-Flugplatz. W√§hrend der Westfeldz√ľge waren da Stuka stationiert und als es zu Ende ging war es ein Notlandeplatz f√ľr J√§ger.
Was will man da mit einem zweiten Platz ?
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon xfekbm » 14.05.2019, 17:54

joschh hat geschrieben:
xfekbm hat geschrieben:Ich merke ihr dreht euch wie ich im Kreis grins Gut, auf Behelfsflugplatz bin ich bislang noch nicht gekommen.


Ich sach ja: Blöde Idee.
Obwohl die √Ąhnlichkeit da ist, macht es keinen Sinn.
Gab schlie√ülich in Duisburg-Neuenkamp den Paul-B√§umer-Flugplatz. W√§hrend der Westfeldz√ľge waren da Stuka stationiert und als es zu Ende ging war es ein Notlandeplatz f√ľr J√§ger.
Was will man da mit einem zweiten Platz ?


Keine Idee ist so bl√∂de dass man nicht dr√ľber reden sollte prostt- Nur so kommt man irgendwann hoffentlich ans Ziel winke-

Mehrere Quellen erw√§hnen da√ü es eine Flakkaserne gewesen sein soll. Auch wenn das was im Lubi zu sehen ist nicht an eine komplette Kaserne erinnert. Der Baubeginn soll wie bei der Kaserne im Duisburger S√ľden 1937 gewesen sein. Damit wirft die Diskussion wieder eine neue Frage auf grins Die Kaserne in Wanheim war 1938 nach einem Jahr Bauzeit fertig, warum war es die in Neum√ľhl dann nicht auch? Immerhin hatten wir Friedenszeiten und es standen noch gen√ľgend Resourcen zur Verf√ľgung.
Und nach wie vor meine Fragen vom Anfang... wo sind die Pl√§ne, wo gibt es Bilder? Irgendwo im Stadtarchiv verschollen in einem Fach wo sie nicht hingeh√∂ren? Vernichtet im Bombenhagel? Warum findet diese Kaserne eigentlich nirgendwo Erw√§hnung w√§hrend um die im S√ľden jede Menge Brimborium gemacht wurde?
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon joschh » 14.05.2019, 20:39

Letzte Idee die ich habe.
All deine Fragen sind auch die Antwort.
Eine Scheinanlage ???
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 15.05.2019, 12:15

Ne Scheinanlage f√ľr ne Kaserne, die sowieso Nachts unbeleuchtet w√§re macht wenig Sinn. Und die Optik pa√üt ja eben nicht zu einer typischen Kaserne.
Bleibt nur: Lubis aus der Kriegszeit besorgen oder Archivarbeit, aber vermutlich nicht bei der Stadt sondern bei der LuWa.
Warum waren die Offizierswohnungen so weit weg? Generäle waren dort sicher nicht, vielleicht ein Oberstleutnant als Kasernenkommandant. Normal entstehen die Offzwohnungen parallel zum Bau der Kaserne in fußläufiger Entfernung.

Vielleicht wurde die Kaserne nicht weitergebaut, vielleicht aber auch Gebäudeteile weggebombt.
Wenn ich mir das 52er Bild nochmal genau anschaue...die zwei langen hohen Geb√§ude, die mit den Giebelseiten zur Essen-St. Str. stehen sind oben durch Geb√§ude verbunden. Wo keine Geb√§ude sind, sieht man aber M√§uerchen (Grundmauern?). Ebenso in entsprechender Entfernung die Grundmauer (?) f√ľr ein weiteres Quergeb√§ude und eines mit gleichem Grundriss sieht flacher aus.
Das könnten dann 4 Kompaniegebäude sein mit durchgehendem Gebäudetrakt nördlich quer. Wäre dann ein großes Battaillon oder zwei Kleine, oder sogar ein kleines Regiment.
Aber diese ganzen quadratischen und rechteckigen Grundrisse im unteren Bereich...was soll das sein? Die hatten doch keine bestellten Felderchen oder Gärtchen um die Kompaniegebäude. Zumal vor jeder Kompaniefront ja auch ein Platz zum Antreten der Kompanie sein muß...
Ist das wirre...
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon xfekbm » 15.05.2019, 15:41

Soweit ich wei√ü gibt es bei der Stadt Duisburg selber nichts was auf dieses Gel√§nde hindeutet zur Zeit des dritten Reiches hindeutet. Selbst Archivw√ľhler und kompetente Personen in der Duisburger Milit√§rgeschichte sprechen da von einer omin√∂sen Sache. Man liest immer wieder irgendwo das es da eine Kaserne gab aber nirgendwo ist das durch etwas anderes als Zeitzeugenberichte untermauert. Genau durch die bin ich ja damals auch auf diese Kaserne gesto√üen... bzw. ich habe da nichts mehr gefunden. Logisch, als ich da rumlief waren die Geb√§ude schon seit Jahren abgerissen ratlos-

Aber wie es nun mal so ist... wenn man zu einer Sache √ľberhaupt nichts findet dann kommt einem irgendwann der Gedanke das da vielleicht absichtlich ein M√§ntelchen dr√ľber geh√§ngt wurde. Und es √ľberkommt einen der Wunsch da mal ein Zipfelchen von zu l√ľften grins

Naja, die bestellten Felderchen und G√§rtchen von PGR... warum auch nicht. Das Lubi ist von 1952 und ich kann mir vorstellen da√ü da irgendwelche Leute jedes Fleckchen ausgenutzt haben um irgendetwas Essbares anzubauen. 1944 sind diese G√§rtchen jedenfalls noch nicht da und das ist ja f√ľr mich das entscheidende Luftbild.

Was haltet ihr denn von meinen Kennzeichnungen auf dem Bild betreffs der Gesch√ľtzstellungen, Gr√§ben oder Bunkereing√§ngen?
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 16.05.2019, 06:44

Hast Du das Bild in besserer Quali? Bzw. wurde es vor oder beim Hochladen verkleinert? Dann Pnne ich Dir meine Email.
Ich lade es auf jedenfall heute Abend mal runter und zeige es jemanden, dessen Hobby Aufklärungsbilder aus dem WKII sind. Und vergleiche mal mit Bildern anderer Flak Kasernen.
Ein großer Teil der Transportleistungen im WKII wurde, von der Bahn mal abgesehen, von Pferdegespannen bewältigt. Je nach Kaliber sollte man also Stallungen etc. vorgehalten haben.
Eine Bombe, 250-500kg, hat offenbar den Bereich zwischen den Geb√§udefl√ľgeln im S√ľden getroffen. Der Treffer k√∂nnte f√ľr die unhomogene Bauh√∂he dort verantwortlich sein.
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Re: Kaserne im Duisburger Norden? Teil 1

Ungelesener Beitragvon xfekbm » 16.05.2019, 14:43

Klar habe ich die verkleinert weil das Hochladen ja sonst Ewigkeiten dauert.
Habe sie Dir in 2 Mails gepackt...
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