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Luftschutz Stollen unter Dortmund

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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon MacGuffin » 09.01.2020, 16:11

Nabbend,
jetzt bin ich extra nach langer Zeit mal wieder hier reingeschneit um zu gucken ob es neue Verschwörungstheorien anlässlich der großen Evakuierung am Sonntag gibt. Die "Fundstellen" sind ja teils genau über der Anlage. Hat sich die Diskussion woanders hin verlagert?
Viele GrĂĽĂźe,
Stefan
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon Hombre » 09.01.2020, 20:57

Und um welche " Verschwörungstheorien" soll es dabei genau gehen soso-
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 10.01.2020, 21:28

Bombenbergung im Bereich JoHo. Das Joho wird daher auch evakuiert. Mindestens zum Teil nach Unna.
Hätten natürlich auch einfach für die Zeit in den dafür vorgesehenen "Keller" gehen können...
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon Zacken » 11.01.2020, 12:26

Da behauptet doch echt einer das man dort rein kommt mit der FĂĽhrung im Befehlsbunker.
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 12.01.2020, 21:29

Ăśber das GerĂĽcht wurde frĂĽher schon im Netz gelacht. Wegen dem Bunker unter der Kelleretage des Befehlsbunkers.
Interessant aber wäre es zu wissen, ob man von dort unten in den um den Befehlsbunker herumführenden (in ca. 15m Tiefe) Stollen Südstadt kommt...oder ursprünglich kam.
Dieser könnte dann in der Tat ein weiteres Stück vom TS sein...womit dann das Gerücht nicht ganz von der Hand zu weisen wäre kratz-
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon Hombre » 14.01.2020, 15:27

An jedem GerĂĽcht ist immer etwas Wahres.
Leider sind die beiden von der Bauart doch sehr stark unterschiedlich. Allein wie die damaligen Zugänge aufgefahren wurden, macht mich da skeptisch. Vom Prinzip her in einer Geraden auf den Stollen zu und erst nachträglich um ein paar Ecken herum. Dabei scheint man dann die Gerade durch einen "Verschulss" unterbrochen zu haben um die Druckbrechung im Bereich der Eingänge zu gewährleisten. Auch der Winkel der Zugänge erscheint mir um einiges anders und die Gasschleusen sind für mich nicht so ganz schlüssig.
Laut Plan kratzt dieser Stollen leider nur den Befehlsbunker, man sollte also eher von einem eigenständigen Bauwerk ausgehen.
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 14.01.2020, 22:05

Vielleicht haben OT und Deilmann unterschiedliche Baustile gepflegt ? :wink:
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon Hombre » 15.01.2020, 19:33

lach-
Möglich ist bekanntlich alles.....
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 15.01.2020, 21:31

In der Tat.
Die OT kam ja erst später dazu, aber der Plan im Archiv mit den Querschnittvarianten zeigt an, daß die Bauart im bekannten Teil des TS nach OT-Vorgaben gebaut wurde.
Haben sich dann Deilmann und die andere Firma (mir gerade entfallen, das Alter halt...) schon in den 30ern nach Vorgaben der OT gerichtet, von der zu diesem Zeitpunkt keiner wußte, daß deren Einsatz beim TS ein paar Jahre später nötig sein würde?
Die OT hatte doch mit dem TS vorher nichts zu tun und als Tiefbaufirma hatte Deilmann+Co sicherlich eigene Erfahrungen und "Normungen".
Minus noch die Planungszeit. Wie lange mag die gewesen sein? Mindestens ein Jahr?!
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon Hombre » 16.01.2020, 16:40

Mich interessiert momentan mehr, warum in diesem Bereich so viel Luftschutz vertreten ist / war. Welche besondere Eigenschaft hatte dieses Viertel? Gab es dort besonders schützenswerte Bürger? Denn auch ein Hochbunker liegt in unmittelbarer Nähe des Südstollens. Verbindungen der Objekte laut Plan Fehlanzeige....
Und interessanter Weise geht der Stollen über den bekannten Planrand hinaus. Vielleicht spricht man auch nur der Überlieferung und verfälschten Erinnerung von einem großen System. In Wirklichkeit sind es mehrere, die nie zusammenhängend waren. Auch das, bekanntlich nicht unmöglich......
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 16.01.2020, 21:20

"Gehen wir zum Westpark oder zur Westfalenhalle..."sprachen die Schutzsuchenden, nachdem sie kurz vor dem Angriff am Bahnhof in den TS geflĂĽchtet waren.
Während des laufenden Angriffes wären sie aber nicht mehr rausgelassen worden und schon garnicht woanders wieder rein...
Fragen ĂĽber Fragen...

PS: Hochbunker direkt bei oder fast ĂĽber LS-Stollen ist nicht gar so selten. Siehe zB Kassel Rotendithmold.
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon Hombre » 19.01.2020, 00:30

PGR 156 hat geschrieben:"Gehen wir zum Westpark oder zur Westfalenhalle..."sprachen die Schutzsuchenden

Nun ja, " Zur Hansa" hat sich aber schon geklärt grins
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 19.01.2020, 08:13

Stimmt. Aber eine synonyme Lösung kann ich mir bei Westfalenhalle nicht vorstellen.
"Westpark" ist eine Ă–rtlichkeit und da wird "Westfalenhalle" im selben Satz im AnschluĂź auch eine sein. Schon sprachlich paĂźt das sonst nicht.
Bei "Zur Hansa" auf der Wand (heutzutage mit Beton ĂĽberspritzt) ohne weiteren Kontext war immer fraglich, was gemeint ist.
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon Seriaw » 19.01.2020, 11:42

PGR 156 hat geschrieben:Bei "Zur Hansa" auf der Wand (heutzutage mit Beton ĂĽberspritzt) ohne weiteren Kontext war immer fraglich, was gemeint ist.


Dortmund ist Hansestadt gewesen und der Name Hansa wurde vielfach in unterschiedlichen Zusammenhängen benutzt.
Es könnte sein, dass "Zur Hansa" der Weg zur Hansastrasse gemeint ist.

Hombre fragt nach, welche schützenswerten Personengruppen es waren, die diesen Tiefbunker benötigten. Sicher werden Eingänge des Bunkers in der Nähe dieser Personengruppen gelegen haben.

Sollte auch die Hansa Bergbau AG einen Bedarf fĂĽr ihre schĂĽtzenswerten Mitarbeiter gehapt haben, hatten sie einen eigenen Bunker oder Bunkerzugang. Die Standorte der Hansa Bergbau AG lassen sich recherieren, da muĂź nur einer mal sich die Zeit dafĂĽr nehmen.

Warum hatten die schĂĽtzenswerten Mitarbeiter der Stadt einen so weiten Weg zum Bunker? Wissen wir es, welcher Eingang von denen benutzt wurde?

Hier sucht eine Online Projekt einen Bearbeiter im Rahmen des Projekt AdressbĂĽcher:
http://wiki-de.genealogy.net/Dortmund/Adressbuch_1938

Ăśbrigens waren Gewerbeverzeichnisse und andere Register wegen der Gefahr gezielter Bombardierungen absolute Staatsgeheimnisse.

Die Engländer hatte sicher sich die Verzeichnisse verschafft. Sind diese Verzeichnisse noch in den Bibliotheken und Archive n Englands zu finden?
Haben diese Verzeichnisse einen Besitzerstempel, wo man nachvollziehen kann, wer diese BĂĽcher von Deutschland fĂĽr England beschaffte?
Wenn sowas Online ist, können wir ein Kriegsgeheimnis lüften.

https://www.england.de/london/british-library
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 19.01.2020, 22:53

Die "Zur Hansa" Beschriftung ist geklärt.
Die Beschriftung ist heute mit Spritzbeton ĂĽberdeckt und befand sich im westlichen Stollen unter dem Hbf gegenĂĽber dem Zugang vor dem Bhf, mit Pfeil nach Norden.
Die StraĂźenbahn, welche am Nordausgang des Hbfs ihre Haltestelle hatte, war die "Hansa"-Bahn. Die Beschriftung wies also ganz simpel auf den Nordausgang des TS. Da gehts "Zur Hansa", den Stollen in diese Richtung lang.
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