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Luftschutz Stollen unter Dortmund

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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon Seriaw » 20.01.2020, 01:03

PGR 156 hat geschrieben:Die "Zur Hansa" Beschriftung ist geklärt.
Die Beschriftung ist heute mit Spritzbeton √ľberdeckt und befand sich im westlichen Stollen unter dem Hbf gegen√ľber dem Zugang vor dem Bhf, mit Pfeil nach Norden.
Die Straßenbahn, welche am Nordausgang des Hbfs ihre Haltestelle hatte, war die "Hansa"-Bahn. Die Beschriftung wies also ganz simpel auf den Nordausgang des TS. Da gehts "Zur Hansa", den Stollen in diese Richtung lang.


Am Nordausgang des Hauptbahnhofs gab es nie eine Stra√üenbahn. 1935 hielten am S√ľdausgang des Hauptbahnhofs die Stra√üenbahnlinien 0, 5 und 7.

http://wiki-de.genealogy.net/w/index.ph ... &page=1176
http://wiki-de.genealogy.net/w/index.ph ... &page=1180

Nat√ľrlich gab es die Hansabahn, als Teil der ehemals umfangreichen Werkbahntrassen der ehemaligen Hoesch AG. Die Hansabahn ist eine regelspurige, eingleisige Schienenverkehrstrasse in Dortmund in Nordrhein-Westfalen. Sie verband einst den Dortmunder Stadthafen (westlich des Dortmund-Ems-Kanals) ringf√∂rmig im Uhrzeigersinn mit dem Dortmunder Hardenberghafen (√∂stlich des Kanals).
Die genannten Lokalitäten liegen im Norden der Stadt, aber nicht direkt am Nordausgang des Hauptbahnhofs.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hansabahn ... d_HHW_6141
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Re: Luftschutz Stollen unter Dortmund

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 20.01.2020, 20:24

Ich habe nochmal nachgeschaut. Mit der Hansabahn hast Du recht, nicht die Tramlinie hieß so, sondern die Hafenbahn.
Aber "Zur Hansa" weist eben zur Stra√üenbahnhaltestelle, die dorthin f√ľhrt. Die Richtung "Zur Hansa" stimmt. Die Stra√üenbahn fuhr Richtung Stadthafen.
Die Tram fuhr nicht am Nordausgang parallel vorbei wie vor dem S√ľdeingang des Bhfs, sondern kam von Nord, bzw Nord/S√ľd auf beiden Bahnhofseiten.
Entsprechend sind auf meiner Topo Karte der BAOR (die wurde 1945 in Deutschland eingesackt und in den 50ern ver√∂ffentlicht) auch beide Tramlinien eingezeichnet. Einmal Sch√ľtzenstra√üe westlich vom Bhf Nordausgang nach Norden (und dort war man dann nur zwei Minuten Fu√üweg von der Hansabahn entfernt).
Und durch das Burgtor fuhr auch Nord/S√ľd eine Stra√üenbahnlinie.
Beide Strecken liegen noch am Bahnhofgelände, die westliche beginnt quasi dort am westlichen Ende.
Man konnte den westlichen Nordausgang des Bunkers nehmen (wo die Aufschrift hinwies, heute ist dort das Tor der Post, die zugemauerten Stolleneingänge sind am Bahnhof außen gut zu sehen), ging noch ca. 100m an der Bahn entlang und war an der Straßenbahn.
Vermutlich (!) stand im östlichen Stollen unter dem Bhf dann synonym "Steinwache" oder "Steinstraße".
Alle anderen Bezeichnungen unten haben nur den direkten Straßennamen. Das "Zur" weißt in diesem Falle wohl darauf hin, daß man vom Ausgang zur Hansa kommt, aber nicht der Zugang dort ist.
Man darf nicht vergessen, daß die Aufschriften keine Fernziele zeigen, sondern die Lokation des nächsten Ausganges.
Mal rumgesponnen, der TS wäre bis zur Hansa gegangen, dann hätte es bis dort mehrere Ausgänge gegeben, welche dann jeweils nach ihrer Straße benannt worden wären und das "Zur Hansa" unter dem Bhf wäre sinnfrei gewesen.
Davon Abgesehen war auf dem Gel√§nde unterhalb des Stadthafens/westl. Mallinckrodstra√üe ein weiterer richtig gro√üer LSR-Stollen. M√ľ√üte jetzt neben/unter/seitlich Mercedes liegen. Werksluftschutz mit Zivilteil.
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