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Westwall rund um Hallschlag

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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon S4Mog » 08.12.2014, 23:03

Weiter gehts!

Bunker im GelÀnde Kehr, Auf dem Gericht.

ZunĂ€chst mal wieder die Übersicht:
Kehr Auf dem Gericht2.png


Eingezeichnet in roter Linie die Höckerlinien
blaue Kreise: ehemalige Bunkerstandorte, begangen und nichts mehr gefunden/ĂŒbererdet
rote Kreise : ehemalige Bunkerstandorte, noch nicht besichtigt
grĂŒne Kreise: besichtigte Bunker, Reste gefunden

Gelb umrahmte FlÀche: gibts spÀter!

Ich fange mal mit den beiden Anlagen zwischen den Höckerlinien an.

Auf dem Weg zum uberen der beiden Bunker stieß ich im Wald auf einen Bauzaun rund um ein recht großes rundes Loch.
ww Kehr Auf dem Gericht 004.jpg

Etwsa nÀher rangegangen konnte ich dann feststellen, das es da drin abwÀrts geht.
Vermutlich stand hier eine Mehrschartenkuppel drauf, evtl. mit Festungsmörser oder MG
Snapshot_20130419_4.jpg
!?

Dann um den Bau rum und zur Hofseite hin:
ww Kehr Auf dem Gericht 006.jpg
ww Kehr Auf dem Gericht 008.jpg
.
Doch ein recht großer Kasten!

AuffĂ€llig war die merkwĂŒrdige Betonstruktur an der Hofseite
ww Kehr Auf dem Gericht 007.jpg


Richtig! Es handelt sich um Tarnputzbewurf!
Ein paar Brösel, vom letzten Frost abgesprengt, zeigen sehr gut die Struktur:
Snapshot_20130419.jpg

Das ist meines aktuellen Kenntnisstandes nach der einzige (halbwegs) erhaltene Bunker in NRW am Westwall mit einem derartigen Überzug.

Auf der anderen Wegseite, also sĂŒdlich davon fand ich einen weiteren Bunkerrest.
ww Kehr Auf dem Gericht 009.jpg
ww Kehr Auf dem Gericht 010.jpg


Hinter der östlichen Höckerlinie finden sich noch Reste von vier Bunkern, stellvertretend dafĂŒr folgendes Bild
ww Kehr Auf dem Gericht 012.jpg


Auf das gelb eingerahmte GelÀnde komme icih dann in meinem nÀchsten Beitrag.

GrĂŒĂŸe, S4Mog
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon Hombre » 08.12.2014, 23:33

Sauber dokumentiert daumen-
Weiter so popcorn-
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon Sargon_III » 09.12.2014, 08:07

Das nenn ich mal nen Beitrag!!!!
Danke fĂŒr die MĂŒhe und vorallem die Infos.
Jetzt steht die Ecke auf meiner TO DO Liste
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon consolamentum » 09.12.2014, 09:49

das gelb eingerahmte gelÀnde ist doch die alte muna, oder???
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon taunusbĂ€r » 09.12.2014, 10:11

Schöne Fortsetzung, weiter so daumen- daumen-
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon Amöbe71 » 09.12.2014, 17:59

Dort in der NĂ€he lief vor einiger Zeit eine sehr umfangreiche Sanierung einer Altlast : ESPAGIT
Ein paar Infos dazu :http://www.wisoveg.de/rheinland/histo/eifelbhn/his-eif9.htm
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon combo » 09.12.2014, 18:11

Amöbe71 hat geschrieben:Dort in der NÀhe lief vor einiger Zeit eine sehr umfangreiche Sanierung einer Altlast : ESPAGIT
Ein paar Infos dazu http://www.wisoveg.de/rheinland/histo/e ... s-eif9.htm


Ein Doppelpunkt zuviel!
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon S4Mog » 09.12.2014, 19:38

Vielne Dank fĂŒr das Lob von allen Seiten! Meister-

Das gelb eingerahmte GelĂ€nde ist/ war die Muna, in der im ersten Weltkrieg Sprengstoff in Granaten gefĂŒllt wurde.

Mein GewĂ€hrsmann in einem der großen Betriebe in Hallschlag berichtete mir, dass JEDER Einwohner mindestens
eine Gasmaske zu Hause hat. Denn in den vergangenen Jahren seien immer wieder Gasaustritte auf dem GelĂ€nde vorgekommen. Und das, obwohl die Anlage komplett ĂŒbererdet wurde...

Und wie Ihr sicherlich wisst, ist mit Sarin/Senfgas/Tabun, und wie das Zeugs hiess, was da drinsteckt, eben nicht zu spaßen.

Zur Geschichte der Anlage gibt es mehrere BeitrÀge im Internet.

Ich fasse diese mal etwas zusammen. Textquelle: Die Munfa Hallschlag von Gunter Heerwangen http://www.wisoveg.de/rheinland/histo/e ... s-eif9.htm

1911 grĂŒndete sich ein "Verein zur industriellen Entwicklung der SĂŒdeifel", um unter anderen Projekten den Bau und Betrieb einer Sprengstoff-Fabrik zwischen Ormont und Hallschlag voranzutreiben.
Geplant war laut den Akten ein "privates Sprengmittelwerk fĂŒr zivile Sprengstoffe an der Bahnlinie Stadtkyll-Malmedy" um das damalige Monopol der international agierenden Dynamit-Nobel-Gruppe zu umgehen.
Aus den Akten geht aber direkt hervor, dass die Anlage bei Hallschlag "von Anfang an geplante Produktion auf TNT und DNB ausgerichtet war". Also reine GranatenfĂŒll-Sprengstoffe.

1914, im Herbst nach Kriegsbeginn erfolgte die Baugenehmigung
02.01.1915 erster Spatenstich,
20.12.1915 erfolget bereits die erste Lieferung an das Kaiserliche Heer
Im Sommer 1915 war die Belegschaft incl. Zuarbeitern auf ca 2000 Mann gewachsen.

Das Werk der ESPAGIT (Eifeler Sprengstoffwerke AG) belegte eine FlÀche von 25 Hektar FabrikflÀche und darum angeortneten 600 Morgen SicherheitsflÀche und lag auf der Wasserscheide zwischen Kyll und Our auf 620 m Höhe etwa mittig zwischen Hallschlag und Ormont.

Dem Werk angegliedert waren Wohnbaracken, in denen zumeist zwangsverpflichtete weibliche ArbeitskrÀfte untergebracht waren.

Im Werk selbst waren Handwerksbetriebe fĂŒr alle anfallenden Arbeiten vorhanden, Dampfheizung sowie eigene Stromerzeugung waren damals noch etwas besonderes.

Im Jahr 1917 kam es zu einer ersten großen Umweltkatastrophe; ausgelaufene PikrinsĂ€ure verursachte in der Kyll auf 20 km lĂ€nge ein komplettes Fischsterben und fĂ€rbte den Fluß rot. In der anliegenden Bevölkerung und im Viehbestand traten FĂ€lle von Cyanose/Blausucht auf.

(erinnert mich irgendwie an die Muna Hirschhagen...)
EIne KlÀranlage war geplant worden, wurde bis Kriegsende jedoch nicht mehr gebaut.
Einfachste Problemlösung war (wahrscheinlich) die Anlage von "Schluckbrunnen" sowie die Verrieselung von TNT-AbwĂ€ssern auf den sĂŒdlichen HĂ€ngen an der Anlage.

In der Anlage wurde zumindest TNT selbst hergestellt; gesichert ist die Weiterverarbeitung von Halbfertigprodukten zu fertigen Sprengmitteln und -Granaten. Anlieferuung und Abtransport erfolgten per Bahn.

Nach Kriegsende stellte man den Betrieb um auf die Zerlegung und AusdÀmpfung von Granaten.
Behördlich genehmigt wurde die Lagerung von bis zu 500.000 Granaten, die aus den Depots Koblenz/Neuwied und den französischen und flrandrischen Schlachtfeldern nach Hallschlag zur Entsorgung transportiert wurden. U
Unbekannte Sprenkörper und Geschosse wurden tÀglich abseits der ANlage im Tal gesprengt. Dort wo Spreng- und Giftstoffe verbrannt wurden, wÀchst auch heute noch kein Grashalm!

Am 29. Mai 1920 zerstörten drei gewaltige Explosionen das Werk. Der Explosionsdruck breitete sich bis in die Ortschaften Losheim, Scheid, Hallschlag, Krewinkel und Manderfeld aus. Dabei wurden auch die noch aus Kriegszeiten stammenden BestÀnde an SÀuren und Chemikalien vernichtet.
Im Juni 1920 rollte ein letzter Bahntransport mit ĂŒber 20.000 gefĂŒllten Giftgasgranaten nach Hallschlag. Trotz der Zerstörung sollten diese auf Anweisung der Amerikanischen Besatzungsmacht auf dem GelĂ€nde gesprengt werden. Durch andauernde Appelle der umliegenden Gemeindeverwaltungen bis in den August 1920 konte dieses aber verhindert werden.

Danach verschwinden diese Granaten aus dem öffentlichen Blickfeld... evil-

Sie sind aber noch da!!! angts-

Einfach vergraben unterhalb der ehemaligen Rieselfelder fristeten sie ein recht ruhiges Dasein.

Die restliche, bei der Explosion des Werkes verstreute Munition wurde weiterhin "fachgerecht" entsorgt.

Nach einer Untersuchung von 1927 lagerten "alleine im großen Sprengtrichter [...] noch ungeborgen um 10.000 Gasgranaten, zigtausende andere Sprengkörper und hunderttausende scharfe ZĂŒnder."

1928 posaunte das Gewerbeaufsichtsamt Trier voreilig in die Welt hinaus: "(das nun) fĂŒr alle Zeit aufgeerĂ€umt sei und nach menschlichem Ermessen keine Gefahr von dem GelĂ€nde mehr ausgehen könne."

Beim Bau des Westwalls wurden Teile der Anlage ĂŒberbaut.

Nach dem zweiten Weltkrieg kaufte 1965 bezeichnenderweide die Kölner Firma "Meissner Anlagenbau fĂŒr die Chemische und Sprengstoffindustrie" Teile des ruinenĂŒbersĂ€ten GelĂ€ndes auf, da FlĂ€chen der ehemaligen Muna als Industriegebiet ausgewiesen werden sollte.
Im Juni 1967 trat man aber von dem Ansiedlugsplan wegen "anhaltender Aversion der Bevölkerung gegen unsere Banche" zurĂŒck. Daraufhin wurde das GelĂ€nde als "land-und forstwirtschaftliche FlĂ€che" freigegeben.

Und die Giftgasgranaten und verstreuten Sprengmittel im GelÀnde? kratz-

Bei den Rodungsarbeiten fĂŒr den Westwall und die Nutzbarmachung von Ackerland tauchten immer wieder hochgepflĂŒgte Granaten auf, die "teilweise stark qualmten".

Und die KMRD in Belgien, NRW und Rheinland Pfalz wollten bei einer Parlamentarischen Anfrage von 1991 keine Funde von WK1 Munition bestĂ€tigen. Dennoch wurden bis Mitte 1998 noch ĂŒber 1700 Granaten, darunter auch etliche mit Kampfstoffen geborgen. Davon lagen etwa 10% ausserhalb der in den 20er Jahren errichteten Absperrung des Sanierungsbereiches.

Wenige Tage nach dieser Anfrage tauchten wie aus heiterem Himmel an Pfingsten 1991 urplötzlich ĂŒber 24 flĂŒssiggefĂŒllte, als KampfstoffverdĂ€chtig geltende Granaten auf.
Durch den Regierungswechsel vom FrĂŒhsommer 1991 von CDU zur SPD wurden urplötzlichst Haushaltsmittel zur BerĂ€umung des GelĂ€ndes freigegeben. Auf dem GelĂ€nde, das flĂ€chenmĂ€ĂŸig am wenigsten kontaminiert war, richtete sich ein KMR-Unternehmen ein. Ein 1,5 km großer Sperrkreis wurde eingerichtet, in dem die Anwohner mit Atemschutzhauben ausgesattet wurden. Besucher der dortigen Anwohner mussten ausserhalb dieses Sperrbereichs empfangen werden und durften nur mit zusĂ€tzlich empfangener SchutzausrĂŒstung, sogenannten Fluchthauben in diesen Sperrbereich einreisen.
Die Bezirksregierung Trier erließ 1996 eine Gefahrenabwehrverordnung fĂŒr das GelĂ€nde, das bis auf Wiederruf fĂŒr zwanzig Jahre gilt.

Das GelĂ€nde, gesamt 13 Hektar wurde bis in 50 cm Tiefe nach Altlasten abgesucht, gefundene Granaten entschĂ€rft und entsorgt. Bis zum Juni 2008 wurde das GelĂ€nde mit einem Maschendrahtgewebe und einer neuen Deckschicht gegen unbefugtes Sondeln gesichert und mit einer 50cm dicken Erdschicht ĂŒberdeckt.

Das Betreten des GelÀndes ist nach wie vor untersagt! Hinweisschilder weisen deutlichst auf den Gefahrenbereich hin.
ww Kehr Auf dem Gericht 011.jpg


Als BIldquelle möchte ich folgende Webseite ans Herz legen: http://bildung.freepage.de/heerwagen/

GrĂŒĂŸe, S4Mog
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon bunkerwaller 2 » 12.01.2015, 01:38

Sarin und Tabun gab es im 1 Weltkrieg noch nicht aber davon abgesehen sind die Bunker bestimmt einen Ausflug wert))
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon S4Mog » 27.08.2016, 14:56

Ich hole den Tread mal wieder hoch.
Beim AufrÀumen fielen mir noch unbeschriftete Fototaschen in die Finger...
Ich hatte im MÀrz 2011 rund um den Parkplatz bei Hallschlag einige Bunkerreste und Höckerlinien fotografiert.
Diese stelle ich euch demnÀchst vor.
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon S4Mog » 01.09.2016, 12:10

In einem meiner ersten BeitrĂ€ge vom 15.10.2014 hatte ich den Parkplatz an der B 421 an der EinmĂŒndung der L 22 bereits vorgestellt. Hier nochmal eine Übersicht:
SteinebrĂŒck Hallschlag Lagepl.jpg

Meine Eintragungen bedeuten:
rot: Panzersperren
rot gestrichelt: ehemalige Sperranlagen, beseitigt oder ĂŒbererdet
hellgrĂŒn: Infanteriegraben 1944
gelbes Kreuz: Schnellsperre, vermutet, beseitigt
blau: BachhlÀufe, z.t. im Stausee aufgegangen
gelbe Kreise: Bunkeranlage, Reste vorhanden
blaue Kreise: Bunkeranlage, abgetragen oder ĂŒbererdet

DIe Sperre SteinebrĂŒck liegt in einem engen Taleinschnitt der Taubkyll und ist Teil der Ă€lteren "LIMES-Stellung". Die Stellungen und Sperranlagen zogen sich hier von Ormont kommend entlang der L 20 nach Hallschlag, beiderseits der B 421 nach SteinebrĂŒck, und ab dort entlang der L 22 nach Berk und weiter an der L 17 in nördliche Richtung weiter. SĂ€mtliche Straßen befinden sich in Tallagen, die Bunkeranlagen zumeist in Vorderhangstellungen. In stark bewaldeten Gebieten wurde auf ein Staffelung der Anlagen in die Tiefe verzichtet.
Entlang der B 421 wurden bis Stadtkyll weitere Anlagen als Auffangstellungen und zusÀtzliche Sperranlagen gebaut, ebenso im Bereich um Berk und Ormont.

Beim Neubau der Bundesstraße wurden die daran liegenden Bunker entfernt, ein paar weitere verschwanden bei der Anlage des Kronenburger Stausees zwischen 1973 - 79. Bei der Errichtung des großen Campingplatz am Westende ab Mitte der 90er wurden weitere, bislang ĂŒbererdete Anlagen vollstĂ€ndig entfernt.

Die Sperranlage SteinebrĂŒck besticht durch die gelungene Kombination vom vorgegebenen GelĂ€nde mit teilweise steilen HĂ€ngen, alten forstlichen Gegebenheiten zusammen mit teils am Steilhang eingebauten Höckerlinien, Bunkern und einer Schnellsperre.
Hier die Ansicht von Norden auf den Parkplatz:
SteinebrĂŒck schrĂ€g lagepl.jpg
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon consolamentum » 05.09.2016, 08:28

der infanteriegraben hat auch sehr schicke wellblechunterstÀnde
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon Staumauer » 05.07.2020, 18:51

Hey, tut mir leid, dass ich jetzt so ein Uralt-Thema nochmal ausgrabe, aber wollte nicht extra einen neuen Thread fĂŒr die Frage aufmachen.
Wir fahren seit mittlerweile ĂŒber 10 Jahren jedes Jahr fĂŒr 1-2 Wochen nach Kronenburg an den Stausee zum Zelten und gehen dann mit ein paar Leuten auch gerne mal die Gegend erkunden. Leider haben wir jetzt schon in mehreren AnlĂ€ufen in verschiedenen Jahren den Regelbau 10a nicht finden können, da wir einfach auch keine ungefĂ€hre Ahnung haben, wo genau wir suchen mĂŒssen.
Sind auf der Stauseeseite mit dem 23er gewesen (auch schon zu Zeiten, als dieser noch nicht durch den Radweg versiegelt war) und haben uns auch schon auf die andere Seeseite bis zu den Infanterie GrÀben und der Panzersperre umsehen können.
Leider haben wir den Regelbau 10a nicht entdecken können.
Steht die Anlage ĂŒberhaupt noch?
Ich weiß, dass man den Standort der alten Anlagen nicht öffentlich verraten soll, aber eine ungefĂ€hre Richtungsangabe wĂŒrde uns schon reichen, damit wir vielleicht dieses Jahr endlich Erfolg haben könnten bei der Suche. WĂ€re fĂŒr jegliche Antwort sehr dankbar.

Schöne GrĂŒĂŸe!
Staumauer
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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon BoFrost » 05.07.2020, 19:14

Von Ormont nach Brandscheid gibt es auch jede Menge zu gucken ... ebenfalls gut mit dem LKW zu erreichen

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Re: Westwall rund um Hallschlag

Ungelesener Beitragvon Krupp » 24.07.2020, 11:21

Ein wirklich toller Beitrag, mit sehr viel liebe zum Detail geschrieben, danke dafĂŒr.
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