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Blitzgefahr?

Alles was im Reich unter die Erde verlegt wurde oder werden sollte.

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Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon Kruemelbrot » 25.07.2012, 11:43

Hi,

neulich sprach ich mal mit meinem Vater über unsere nächste Befahrung - es waren heftige Unwetter angesagt. Ist mir ja eigentlich erstmal völlig egal - 50 Meter unter der Erde! Aber er fragte: Was passiert denn, wenn direkt über Euch ein Blitz in die Erde haut?

Hm, gute Frage, die ich mal direkt weitergebe: Was passiert dann? Gehen wir einfach mal vom WorstCase aus - vielleicht von nahe unter der Oberfläche liegenden Rohren, ie bis nach unten reichen und dort entlanglaufen. Kann es passieren, dass Blitzschlag über Tage in U-Verlagerungen/Stollen oder sonstwie UT gefährlich werden kann?

VG
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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 25.07.2012, 13:18

Tja, wieviel Leute wurden denn schon zuhause im Keller vom Blitz getroffen? ratlos- .
Wo schlägt der Blitz ein? Da, wo aufsteigende, wärmere Luft ihm den Weg leitend macht. Zum Beispiel Hauskanten, Firste. Hochstehende Gegenstände/Bäume in ansonsten flacherem Umfeld etc.
Wenn der Blitz da reinhaut, tobt er sich weitgehend in diesem Gegenstand aus. Er springt ja quasi nur als Funke ĂĽber.
Manchmal haut er aber auch so in den Boden. Dann dringt er auch einige Meter ein.
In Detmold im Museum hängt/hing(?) zB ein Blitz an der Wand schreck- . Er schmolz in den VSA die Sandkörner des Wüstenbodens zusammen und wurde mit den feinen Verästelungen ausgebuddelt.
Also prinzipiell bist Du Untertage sicherer als an der Oberfläche. Es sei denn, da ragt eine hohe Lüftung auf freiem Feld empor.
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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon Delli » 25.07.2012, 13:33

Rohre und Kabel sind grundsätzlich geerdet,um sowas zu vermeiden.
sonst wĂĽrden ja die Rohre mit Dampf oder Brennbaren Inhalten explodieren.
ist alles in Bauordnungen abgesichert ,war auch frĂĽher schon so.
lese http://www.vbg.de/apl/gv/mbo/46.htmB.

Wo ist komischerweise ein sicherer Ort draussen bei Gewitter ?
Direkt unten im Mittelpunkt eines Mastes einer Hochspannungsleitung.
weil die Masten oben ĂĽber Erdleitungen verbunden sind und sich damit die Spannung auf mehrere Masten verteilt,die Schrittspannung nimmt ab.
und er wirkt wie eine art pharadäischer Käfig.

Der Blitz erzeugt extrem hohe Spannungen und Amperezahlen,durchschnittlich sind es 20.000 Ampere und 30.000 Grad
Am Einschlagsort verdampft das Bodenmaterial und verglast durch die temperaturen,es ensteht eine Fulguritröhre.
Aber die Blitzspannung nimmt kreisförmig stark ab,nur es bildet sich ein Spannungskegel in das Erdreich.
der löst sich je nach Bodenbeschaffenheit aber nach einigen Metern auf.

wieviele tödliche Blitzopfer gibt es durchschnittlich im Jahr in deutschland ? 3-7 Fälle
du wirst eher Schäden durch Tinitus bekommen oder andere Begleitumstände.
Deine Chancen,das Bernsteinzimmer zu finden oder auf den Lottojackpot sind höher,wie vom Blitz direkt oder indirekt geschädigt zu werden.

lese mal http://de.wikipedia.org/wiki/Blitz
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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 25.07.2012, 18:40

Manche Häuser werden immer wieder vom Blitz getroffen. Menschen meistens nur einmal daumen- .
Der "Blitz" im Detmolder Museum ging über 20m in den Wüstenboden, wenn ich das noch richtig im Gedächtnis habe. Sind dort aber auch andere Bedingungen.
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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon Kruemelbrot » 26.07.2012, 11:55

Naja, es geht ja eher um Untertage und ob ob ich da wirklich sicherer bin als ĂśT...
Und ob die Rohre die da noch liegen nach irgenwelchen Bauordnungen geerdeet sind....naja....
Nehmen wir doch mal die alte Eisenerzgrube hier in der Porta. Da haben wir noch schön viel Eisenerz im Gestein...natürlich entsprechend tief - da leitet abeer selbst der Fels gut für die vielen Millionen Volt und Ampere. Aber wenn ich auch wieder daran denke, dass Stahlträger, Rohre, etc. auch schön weit oben sichtbar sind (teilweise auch in Eingangsbereichen) und es dort mal richtig schön feucht wird und somit noch besser leitet, stellt sich doch schon die Frage, ob da unten nicht ernsthaft Gefahr herrscht, wenn ein Blitz in oder neben einem Zugang einschlägt.
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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon consolamentum » 26.07.2012, 13:37

unter tage solltest du dir eher gedanken ĂĽber einen firstbruch machen, als ĂĽber nen blitz nachzudenken Verschwoer-
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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon Kruemelbrot » 26.07.2012, 14:05

Nicht nur darum, consolamentum! Gibt noch ne Menge andere Gefahren unter Tage (Gase, Untiefen, Pilze, etc), aber darum gehts hier ja nicht...
Ob Blitze nun ne Gefahr darstellen wollt ich wissen. Wenn ich nun gerade bei Gewitter ausfahre und schon recht nahe an der Oberfläche bin und genau dann ein Blitz in die Erde fährt...

Wie tief reichen die Entladungen und ab welcher Tiefe ists ungefährlich? Was, wenn wie beschrieben UT alles nass ist und das Gestein mit Eisenerz durchzogen ist - DAS sind die Fragen, die mich quälen! :)
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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon DerIngo » 26.07.2012, 16:37

Ja.... es gibt Fragen die können einen richtig fertig machen.

- Was passiert wenn ich ausfahre und ein Komet schlägt in das Loch ein - kann ich dann meinen Helm noch weiter verwenden?

- Ich komme nach Hause und Godzilla steht im Garten... kommt der fĂĽr meinen Zaun auf - ist der versichert?

- Bekommt ein Nachtwächter der am Tag stirbt auch eine Rente?

- Wo ist beim Baum hinten?

- Hatte Adolf Hitler einen FĂĽhrerschein?

- Warum schrumpfen Schafe nicht wenn es regnet?


Fragen ĂĽber Fragen.....
DerIngo
 

Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon Sargon_III » 26.07.2012, 17:01

Ich frag mich warum jemand immer wieder geistlose Kommentare postet????

Ball flach halten und
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Vom Hohen Norden wird
der Dritte Sargon kommen
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ihnen wird der Dritte Sargon das Licht geben
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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon Zeche Heinrich » 26.07.2012, 17:54

Kruemelbrot hat geschrieben:Wie tief reichen die Entladungen und ab welcher Tiefe ists ungefährlich? Was, wenn wie beschrieben UT alles nass ist und das Gestein mit Eisenerz durchzogen ist - DAS sind die Fragen, die mich quälen! :)


Die sollten Dich nicht quälen. Ab welcher Entfernung ein Blitz ungefährlich ist hängt von vielen Faktoren ab, das kann Dir niemand mit Sicherheit sagen.

Nasses Gestein, Leitfähiges Erz sind eher Deine Verbündeten, Je leitfähiger die Massen um Dich herum je geringer die Spannung die Du berühren kannst.

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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon Dawnswoop » 31.07.2012, 22:39

Ich schreibe einfach mal das, was ich immer bei "was ist wenn" Fragen antworte.
Wenn Du Dir nicht sicher bist was Du machst und Du irgendwelche Zweifel an Deinem Handeln hast, dann lasse es lieber bleiben. Suche Dir eine Umgebung/Wetterlage wo Du dich sicher fĂĽhlst. Alles andere hindert dich nur daran Freude bei dem Hobby zu haben und begleitet dich mit Sorge !

Gruß Jörg
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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon Kruemelbrot » 01.08.2012, 10:09

Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrĂĽckt. Mich bedrĂĽckt das nicht, aber mich interessierte der technische Hintergrund, was passiert, bzw. wie tief die Spannung in den Berg dringt. Aber damals hat man ja auch keine Blitzableiter an den Gruben aufgestellt, also wirds wohl keine Gefahr darstellen.

Danke für die (meist) hilfreichen Antworten...auch wenn manche es offenbar nicht lassen können, Blödsinn zu posten!
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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon Zeche Heinrich » 05.08.2012, 14:29

Kruemelbrot hat geschrieben:Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrĂĽckt. Mich bedrĂĽckt das nicht, aber mich interessierte der technische Hintergrund, was passiert, bzw. wie tief die Spannung in den Berg dringt. Aber damals hat man ja auch keine Blitzableiter an den Gruben aufgestellt, also wirds wohl keine Gefahr darstellen.


Den technischen Hintergrund kann man schlecht erklären wenn man nicht weiß welche Vorbildung Du hast und was genau Du wissen möchtest.

Im Prinzip ist es so das die Gefahr ist das man selber eine größere Spannung überbrückt. Wie groß diese Spannung ist hängt von der stärke des Blitzes ab, und von der Leitfähigkeit des Materials um Dir herum.
Wenn Du z.B. im Wasser unter der Oberfläche bist ist das bei Salzwasser relativ ungefährlich weil Salzwasser sehr gut leitet, Süßwasser ist gefährlicher weil es schlechter leitet. Du stehst auf einer Wiese um Dich herum ist Luft die leitet sehr schlecht, deshalb ist die Gefahr größer das der Blitz sich seinen weg durch Dich sucht.

Auf der Erde ist der gefährliche Bereich so ca. 20m um den Blitzeinschlag, unter der Erde wird es weniger sein, siehe Spannungstrichter.

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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon schwippschwapp » 02.09.2012, 00:52

Ich sag mal so, Strom ist wie Wasser und sucht sich immer den einfachsten Weg ^^
Also somit, ohne Thread komplett zu lesen, unbegrĂĽndete Angst, aus meiner Sichtweise (derweilen 1,6Promille minimum xD)
:)
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Re: Blitzgefahr?

Ungelesener Beitragvon chk » 02.09.2012, 11:03

PGR 156 hat geschrieben:Manche Häuser werden immer wieder vom Blitz getroffen. Menschen meistens nur einmal daumen- .
Der "Blitz" im Detmolder Museum ging über 20m in den Wüstenboden, wenn ich das noch richtig im Gedächtnis habe. Sind dort aber auch andere Bedingungen.


Hier mal kurz was zu den Sandröhren:
Die größte bekannte Blitzröhre ist seit Jahrzehnten im Lippischen Landesmuseum in Detmold ausgestellt. Sie hat eine Länge von mehr als fünf Metern und war im Jahre 1805 in einer Sandgrube in der Senne bei Paderborn entdeckt worden.

Tante Wiki:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fulgurit

Achso, wir hatten ja ein anderes Thema.. ich würd mir da wenig Sorgen machen, ich denke mal die Chance aufn 6er im Lotto ist größer....
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