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Bernsteinzimmer

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Bernsteinzimmer

Ungelesener Beitragvon Sargon_III » 07.08.2007, 18:02

Geschenk an den russischen Zaren
Der Bernsteinkenner hatte von Amts wegen die Obhut √ľber das wert¬≠volle Get√§fel, das in K√∂nigsberg die vorl√§ufige Endstation einer langen Odyssee erreicht hatte. Vom ersten Preu√üenk√∂nig Friedrich in Auftrag gegeben, ging die wertvolle Wandvert√§felung 1717 als Geschenk an den russischen Zaren Peter den Gro√üen in die von ihm gegr√ľndete, neue Hauptstadt Sankt Petersburg. Dort fand das Bernsteinzimmer nach einigen Stationen ein bleibendes Zuhause im Sommerpalast von Zarskoje Selo vor den Toren der Stadt.

Bernsteinzimmer in Kisten
Nach dem Erstschlag gegen die Sowjetunion verschleppte die deutsche Wehrmacht das Zarenzimmer 1941 in die ostpreußische Metropole Königsberg. "Heimholung" nannten die Deut­schen den Kunstraub beschönigend.
Doch der Krieg holte den vermeint¬≠lich sicheren Hort 1944 wieder ein. Rohde packte die bernsteinbe¬≠st√ľckten Eichenplatten in Kisten und verwahrte sie an einem sicheren Ort, wie er beteuerte. Andere vermuten, er habe sie rechtzeitig in den Westen gebracht.

Gut geh√ľtetes Geheimnis
Als die Sowjets K√∂nigsberg im April 1945 eroberten, war das Bernsteinzimmer jedenfalls verschwunden - wohin, wei√ü nur der H√ľter des Schatzes. Alfred Rohde aber nahm sein Geheimnis mit ins Grab. Nach seinem mysteri√∂sen Tod begann das R√§tselraten. Wurden die Kisten noch rechtzeitig aus der Festung geschleust? Oder liegen sie bis heute in einem versch√ľtteten Depot? Beides ist denkbar.
Denn wichtige Hinweise sprechen daf√ľr, dass das Konvolut aus Si¬≠cherheitsgr√ľnden nicht komplett an einem Ort aufbewahrt, sondern rechtzeitig in kleinere Best√§nde aufgeteilt wurde. Nachweisbar zerst√∂rt wurde allenfalls ein geringer Teil davon. Die Mehrzahl der Kisten ruht weiter im Verborgenen. Es konkurrieren mehr als 100 Theorien √ľber ihren Verbleib.

"Fluch des Zimmers"
Generationen von Schatzsuchern haben sich der Suche nach den Bernstein-Kisten verschrieben. Manche haben ihr Lebensgl√ľck daf√ľr preisgegeben, ihr Verm√∂gen und ihre Existenz. Einer von ihnen war Georg Stein. Als er 1987 tot aufgefunden wurde, ging das Wort vom "Fluch des Zimmers" um.
Irgend¬≠jemand habe den Hobbydetektiv beseitigen wollen, weil er der Wahr¬≠heit zu nahe gekommen sei. Der geb√ľrtige K√∂nigsberger war besessen von der Idee, das Bernsteinzimmer zu finden und er w√§hnte es auf Grund einiger Indizien in dem versch√ľtteten Kalibergwerk Wittekind in Volpriehausen bei G√∂ttingen.

Vielleicht sch√ľtzt immer noch Jemand den Schatz des Reiches.
[img]http://images.foren-city.de/images/uploads/105208/bernsteinzimmer_182.jpg[/img]
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Nachtrag

Ungelesener Beitragvon Sargon_III » 07.08.2007, 18:03

Um 1700: Der Berliner Hofarchitekt Andreas Schl√ľter hatte als erster die Idee, eines der Palastgem√§cher mit Bernstein auszuschm√ľcken. K√∂nig Friedrich I. gab ein Arbeitszimmer f√ľr sein Schloss Charlottenburg in Auftrag. Bernsteinschnitzer aus Kopenhagen und Danzig arbeiteten daran.

1713: Nach dem Tod des K√∂nigs wurden die Arbeiten gestoppt; Friedrichs Nachfolger, der Soldatenk√∂nig Friedrich Wilhelm I., war kein Sch√∂ngeist und interessierte sich nicht f√ľr das unvollendete Kunstwerk. So kam die Bernsteinarchitektur ins Berliner Zeughaus und geriet dort in Vergessenheit.

1716: Der russische Zar Peter I. hatte von dem Bernsteinzimmer geh√∂rt und wollte die einzigartige Innenarchitektur als Ausstellungsobjekt f√ľr seine Kunstkammer in St. Petersburg. Nach einem Treffen mit Friedrich Wilhelm I., der mit Russland ein B√ľndnis gegen Schweden schlie√üen wollte, erhielt der Zar das Zimmer als diplomatisches Geschenk. Im Gegenzug erhielt der Preu√üenk√∂nig 55 Grenadiere von stattlicher Gr√∂√üe f√ľr die Soldatentruppe "Lange Kerls".

1717: Anfang des Jahres wurde das "Bernstein-Getäffel" in Berlin ausgebaut und in 18 Kisten verpackt zunächst nach Memel, dann nach Riga und St. Petersburg transportiert; dort konnte das Kunstwerk allerdings nicht richtig rekonstruiert werden und so wurden die Bernsteinwände lediglich an die Wände eines Raumes gelehnt.

1741: Erst mit der Thronbesteigung von Elisabeth I., der Tochter von Peter dem Gro√üen, kam das Bernsteinzimmer wieder zu Ehren. Die Zarin lie√ü den Bernstein von ihrem Lieblingsbaumeister Francesco Rastrelli als Wandvert√§felung im Winterpalais einbauen, aufwendige Spiegelelemente wurden der Bernsteindekoration hinzugef√ľgt.

1745: Friedrich der Gro√üe schickte extra aus Berlin weitere Erg√§nzungen aus baltischem Bernstein. Nach der endg√ľltigen Fertigstellung diente das Bernsteinzimmer der Zarin als offizieller Empfangssaal im Winterpalais.

1755: Im Juli veranlasste Elisabeth I. ihren Baumeister Rastrelli, das Bernsteinzimmer in das neue Sommerschloss Zarskoje Selo einzubauen.
In dem 100 Quadratmeter großen Saal musste das Gesamtkunstwerk ergänzt werden: Mit 24 Wandspiegeln aus Venedig, Edelsteineinlage, vergoldeten Leuchtern und Florentiner Mosaiken wurde es komplettiert. Die fehlende Höhe wurde ausgeglichen mit Bernsteinsockeln unter den Spiegelwänden und mit Stuckarbeiten unter der Decke, die wie Bernstein bemalt wurden.

1763: Katharina die Gro√üe verlieh dem Bernsteinzimmer sein endg√ľltiges Aussehen: Sie lie√ü unter anderem die Bernsteingem√§lde durch echte Bernsteinschnitzerei ersetzen - √ľber einen Zeitraum von f√ľnf Jahren wurden 450 Kilo des Ostseegoldes verbaut; zus√§tzlich zu den kostbaren Wandschnitzereien zierten zahlreiche Kunstst√ľcke deutscher, polnischer und russischer Bernsteinschnitzer die Vitrinen.

1770: Das Bernsteinzimmer war der besondere Schmuck im Sommerpalast von Zarskoje Selo, der später in Katharinenpalast umbenannt wurde, nach Katharina I., der Ehefrau Peters des Großen. Zu Zeiten Katharinas der Großen war das Bernsteinzimmer ihr Lieblingsraum im gesamten Palast und der Katharinenpalast zugleich auch ihre Lieblingsresidenz.

Fast zwei Jahrhunderte lang wurde das Bernsteinzimmer als "Achtes Weltwunder" von ganz Europa bestaunt.

19. Jahrhundert: Durch hohe Temperaturschwankungen und die Ofenheizung im Schloss wurde der Bernstein zerstört und musste mehrfach restauriert werden.

1941: Wegen des Zweiten Weltkriegs kam die in diesem Jahr geplante Komplett-Renovierung des Bernsteinzimmers nicht zustande. Um die Zerst√∂rung des zerbrechlichen Bernsteins zu verhindern, entschied man sich, das Zimmer nicht wie die anderen Sch√§tze des Katharinenpalastes zu evakuieren, sondern h√§ngte die W√§nde mit Papierbahnen ab und verh√ľllte diese mit Baumwolle.

W√§hrend der Besetzung durch die deutschen Truppen wurde das Bernsteinzimmer ausgebaut und nach K√∂nigsberg gebracht, im dortigen Schloss jedoch nur teilweise ausgestellt. Der Rest blieb aus Platzgr√ľnden in Kisten. Zwei Jahre lang war das Zimmer im K√∂nigsberger Schloss zu sehen.

1944: Nach der Invasion der Alliierten in der Normandie wies der Direktor der Staatlichen Verwaltung Schlösser und Gärten Berlin seinen Königsberger Statthalter, Direktor Alfred Rohde, an, das Bernsteinzimmer nach Schloss Wilhelmshöhe bei Kassel auszulagern. Die Kisten waren schon verladen, als der Befehl kam, das Zimmer in Königsberg zu belassen - um die Moral der deutschen Truppen nicht zu schwächen.

Vermutlich lie√ü Rohde 1944 einen kleinen Teil des Bernsteinzimmers in einen tiefen Keller im S√ľdteil des Schlosses bringen. Die Original-Paneele kamen wahrscheinlich in den Bunker am Botanischen Garten in Berlin.

In der Nacht vom 26. zum 27. August 1944 wurde das Schloss K√∂nigsberg zerbombt. Nun setzte die Legendenbildung um das Bernsteinzimmer ein, basierend auf unterschiedlichsten Zeugenaussagen √ľber angeblich verkohlten Bernstein in den Ruinen des K√∂nigsberger Schlosses und versteckte Kisten.

Haben Schatzjäger sich am Bernsteinzimmer bereichert? Liegt es in einem Zwischenlager bei Königsberg? Oder in einem gesunkenen U-Boot? Die Legende lebt.

1979: Russische Spezialisten begannen, das Bernsteinzimmer nach alten Zeichnungen und Vorlagen zu rekonstruieren.

1997: √úberraschend tauchten in Deutschland St√ľcke aus dem Original-Bernsteinzimmer auf: Ein Marmor-Mosaik und eine Empire-Kommode. Im April 2000 wurden die kostbaren St√ľcke an Russland zur√ľckgegeben und stehen nun wieder im Katharinenpalast.

Mai 2003: Eröffnung des neuen, rekonstruierten Bernsteinzimmers im Katharinenpalast von Zarskoje Selo.
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Ungelesener Beitragvon Gast » 11.03.2008, 09:45

Hallo,

so interessant das Bernsteinzimmer ja ist, √ľber das Zimmer ranken sich die wildesten Spekulationen. Neulich ging durch die Medien, dass im Erzgebirge, in Deutschneudorf, ein Spezialortungsger√§t in 20 Meter Tiefe rund 1,9 Tonnen Gold geortet hat und es wird vermutet, dass dort Teile des Bernsteinzimmers liegen...

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort das Bernsteinzimmer gefunden wird und weitere Neuigkeiten, was nun dort gefunden wurde, gibt es meines Wissens leider nach auch nicht... :roll:
Gast
 

Ungelesener Beitragvon Sargon_III » 11.03.2008, 18:32

Hab ich mit bekommen, aber der B√ľrgermeister soll ein "Schatzj√§ger" sein, ob seine Leidenschaft was zu finden auch immer realistisch ist bleibt bis zum Fund fragw√ľrdig.

Er soll ne alte Karte haben wo die Entnahmelager verzeichnet sein sollen, so ein Lager zu finden bedeutet aber auch das dort Fallen sind und das es Leute gibt die auch Wissen wo es Lagert da es f√ľr sie angelegt wurde. XXXXXX und Z - Plan ......
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kleine bemerkung

Ungelesener Beitragvon Gel√∂schter Benutzer 481 » 20.02.2009, 05:53

Moin moin erstmal
Ich habe den kleinen text zum thema bernsteinzimmer gelesen und habe auch schon mal in einem alten Hoch und Tiefbunker rund 30 meter unter der erde einen schlecht leserlichen fetzten papier gefunden wo auch irgendwas von einem zimmer aus bernstein drauf stand was meint ihr könnte es eine wegbeschreibung oder so was gewesen sein? oder hat sich da irgendein offizier aus der wehrmacht einen scherz erlaubt?
Gelöschter Benutzer 481
 

Ungelesener Beitragvon Sargon_III » 20.02.2009, 09:41

Hast du den Zettel noch oder lag der im Stollen neben dem Tiger Panzer, du wei√üt schon neben der T√ľr zu den Jungfrauen (die dank Pionier keine Mehr sind :lol: )

Wie war er geschrieben?? S√ľtterlin oder in "neudeutsch" oder direkt Maschine??
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Ungelesener Beitragvon Offizier_der_NVA » 20.02.2009, 09:52

Also ich melde mich dann mal mit meinem Klappspaten freiwillig um zu graben!
Ich denke Snake kommt auch mit dann wirds nich so schwierig.

Generell ist eins klar:
Der Teufel der das Zimmer findet, ist definitv einen Moment "Steinreich" und dann aber ganz schnell wieder so ein armes W√ľrstchen wie vorher.
Denn behalten wird man das nicht können egal wo und wann es gefunden wird.
√úberlegt euch mal was der arme Trottel da im Erzgebirge f√ľr ne Welle geschlagen hat als der dieses eigenartige Tunnelsystem entdeckt hatte, und oendrein darin auch Goldbarren fand.
Die haben den halben Wald daraufhin umgegraben nur weil irgendein Idiot behauptet hat das wäre aus dem Bernsteinzimmerbestand.
Es war einfach Nazigold. Und selbst das ist umstritten da das Tunnelsystem offensichtlich keine Befestigte Anlage war, sondern Eher ein √úberbleibsel aus vergangenen Bergbautagen.

Wir sollten wenn wir alle mal zu viel Langeweile haben nen Trupp zusammenstellen mit Sonden, Spaten und Bernsteinsp√ľrelefanten um dann ganz Deutschland und Frankreich umgraben...
Ja so machen wir das! :lol:
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Ungelesener Beitragvon buelent » 20.02.2009, 10:24

ne¬īsuper story... immer wieder packend und interessant. wahrscheinlich befindet sich das zimmer bei irgendeinem steinreichen russen im keller aufgebaut und als billiardzimmer umfunktioniert....
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Ungelesener Beitragvon Offizier_der_NVA » 20.02.2009, 10:51

Möglich, aber Russen sind immer so arrogant und extrovertiert, da hätte schon einer gesagt:
"Guckt mal her ihr deutschen Kartoffeln ich hab euer Zimmer in meinem Keller!"

Und nein ich kann die Jungs net leiden!
Zuletzt geändert von Offizier_der_NVA am 20.02.2009, 10:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitragvon DBtechnik » 20.02.2009, 10:55

Das ist ja nicht unsers. Eigentlich ist Bernsteinzimmerfinden eine blöde Sache. Wer es findet darfs abgeben und hoffen, dass wenigstens ein bisschen Kleingeld dabei rausspringt.
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Ungelesener Beitragvon Offizier_der_NVA » 20.02.2009, 11:03

Richtig, im Prinzip schon.
Aber die Bundesregierung erhebt glaube ich Anspruch darauf falls es gefunden wird.
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Ungelesener Beitragvon DBtechnik » 20.02.2009, 11:21

Die geben es dann wahrscheinlich an die Russen zur√ľck.
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Ungelesener Beitragvon Snake » 20.02.2009, 12:52

Ich habe schon darauf gewartet dass irgendwann jemand dass Thema hier anschneidet. :-)

Ja, mein Klappspaten ist bereit. Aber wo es sich befinden könnte, kann ich auch nicht sagen. Wahrscheinlich in der zweiten Ebene von Schwalbe.

Leider kann ich zu dem Thema nichts konstruktives hinzuf√ľgen, da ich mich zu wenig damit besch√§ftigt habe. Kann dass aber noch nachholen. Vielleicht finden wir ja ein paar Hinweise dazu :-)
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Ungelesener Beitragvon taunusb√§r » 20.02.2009, 13:53

Ok. Machen wir uns auf die Sucheam besten jeder an einem anderen Ort. Hinweise gibt es ja genug.

@ aar8001 Mike wir m√ľssen noch mal da hin,du wei√üt schon wo, vieleicht liegts wirklich da. Die Gegend w√ľrde passen :wink:
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Ungelesener Beitragvon Bunkersucher » 20.02.2009, 17:08

Also mein Handbagger steht bereit :lol: :lol:
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