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Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 06.04.2014, 07:59

Bilder von überwachsenen Mauern etc im Wald sind immer problematisch. Das bekommt man kaum besser hin.
Sieht aber durchaus interessant aus.
Was die Aufschüttungen betrifft, könnte das vielleicht von Altbergbau stammen und nur weitergenutzt worden sein?
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon charlyfee » 06.04.2014, 09:36

Bevor dort der Bau der Adolf-Hitler-Schule begonnen wurde, befanden sich dort lediglich Weiden und Felder. Es wurde landwirtschaftlich genutzt, bis zur Enteignung. Das ganze Areal befindet sich auf dem Rücken einer Berghöhe. Es bildet quasi den Grad eines Höhenzuges. Dort war Weit und Breit kein Bergbau. Das nächste Bergwerk befand sich in Kömpel (nahe Morsbach). Die wenigen Bruchsteinmauern sind eh relativ uninteressant, da es sich bei fast allen nur um Hangstützmauern, Grenzbefestigungen und Tribühnenreste handelt, und natürlich um die Hitlermauer selbst. Aber die dürfte ja allen Interessieren hinlänglich bekannt sein. Interessant ist die ausserordentlich seltsame Form des Geländes, und die kommt wie schon mehrmals gesagt, auf den Fotos nicht zur Geltung - weil es eben so weitleufig und allgewalltig ist, daß kann ich photografisch nicht einfangen. Keines der angrenzenden Grundstücke ähnelt diesem Areal auch nur annähernd. Fahrt doch einfach mal hin und schaut es euch an. Ihr werdet verwundert sein. Es gibt um dieses Gelände noch mehr Gerüchte als nur das mit dem Panzer. So sollen in den letzten Kriegstagen 30LKW in einer Nacht von Gut Rottland (Robert Ley) aus in den Nutscheid gefahren worden sein, die nie wieder aufgetaucht sind. Gut Rottland liegt von dort Luftlinie ca 4KM entfernt. Aber das sind natürlich Gerüchte wie viele Andere auch. Man traut sich das ja hier schon gar nicht mehr zu schreiben, weil man direkt als Spinner abgetan wird. Ich höre allerdings immer etwas genauer hin, wenn ich von mehreren Leuten, die sich untereinander nicht kennen, fast gleiche Geschichten höre. Interessant ist auch noch, das das Gelände auf dem das ehemalige Baubüro der Adolf-Hitler-Schule steht, der Sparkasse Düsseldorf gehört und als Jugenerholungsheim dient (direkt angrenzend an das besagte Areal), alle anderen Grundstücke rund herum Privatleuten gehören, nur das betreffende Areal seit dem Krieg der Bunderepublik Deutschland gehört. Und wo man fragt, egal wo, angeblich weiss keine Behörde und kein öffentiches Archiv etwas darüber. Es wird total abgeblockt. Und im Besitzer liegt das Problem, wenn es sich in privaten Händen befände könnte man Graben (mit Erlaubnis des Besitzers). Bagger aller gängingen Größen stehen und zur Verfügung....
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 06.04.2014, 15:27

Erstmal ist es schön, daß Du jetzt Bilder eingestellt hast, so kann man sich eine Vorstellung zum Gelände machen.
An eine Enteignung des Geländes glaube ich nicht. Entweder wurde gut verkauft oder es gab eine gute Entschädigung. Was man auch daran sehen kann, daß dies Gelände nun staatlich verwaltet wird.
Unzweifelhaft ist dies (und auch Gut Rottland) ein sehr interessantes Gelände.
Und damit stecken wir in einer Sackgasse.
Buddeln läßt Dich da keiner und die ganzen Gerüchte sind in erster Linie genau das: Gerüchte.
Und wenn 20 Zeitzeugen behaupten, da wäre ein Panzer verbuddelt und da sind 40 LKWs gefahren (nicht 28, nicht 34, nein; exakt 40 soso- ), dann glaube ich das erstmal solange nicht, solange dazu keine wirklichen Hinweise auf dem Tisch liegen. ZB ein Befehl zur Spritzuteilung, Fahrbefehle, Antrittsbefehle für die Fahrer etc. Wo will der Ley denn kurz vor Toreschluß 40 LKW mit Fahrer und Sprit aufgetrieben haben?
Woher wollen die Zeitzeugen wissen, wo die Kolonne herkam, wo sie hinwollte? Zum Zeitpunkt einer vorläufig fiktiven Verlagerungsfahrt hätte es sicherlich Luftalarm gegeben, damit die Leute in den Kellern und Bunkern hocken würden.
Eine Geländebegehung bringt da keine neuen Infos. Archivsuche eines Erfahrenen kann da was zutage fördern, oder halt ein Bagger.
Und daher sind wir hier immer so skeptisch bei Zeitzeugengerüchten. Selbst wenn sie stimmen, kann man sie meist nicht verifizieren. Und dann gibt es seitenlanges Gebrabbel und Diskussion, was aber auch nicht weiterführt.
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon charlyfee » 06.04.2014, 16:39

Genauso sehe ich das auch. Aber dennoch finde ich das das Gelände es wert ist wenigstens mal hier drüber zu sprechen. Konnte ja sein das der Ein oder Andere noch was weiss. Mir ist klar, das da nichts wesentliches herauskommt solange man da nicht baggern kann. Das mit der Enteignung ist allerdinsg schon war, dazu gibt es noch Unterlagen im Waldbröler Stadtarchiv. Def. ist es aber eine Sackgasse. Das stimmt leider.
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 06.04.2014, 18:06

Interessant ist es allemal. Und unter Mysteriöses und Legenden paßt das auch gut. Da kann schon ein wahrer Kern dahinterstecken.
Wenn es eine tatsächliche Enteignung war, würde nicht die BRDDR das Gelände verwalten, sondern der ehem. Besitzer oder seine Nachkommen.
Sollten da allerdings Untergrundanlagen existieren, die nicht dem Zivilschutz dienten, sondern militärischen oä Character hatten, gehören diese nicht automatisch einem privatem Eigentümer, sondern stehen erstmal unter staatlicher Kontrolle.
Mit dem Begriff "Enteignung" wurde nach dem Krieg relativ kreativ umgegangen. Selbst für einkassierte jüdische und "entartete" Kunst wurde damals Entschädigung gezahlt.
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon charlyfee » 06.04.2014, 20:47

Das mit der Entschädigung stimmt nur bedingt. Mir liegen Kopien von Originalunterlagen vor, die "Käufe" auf dem Obersalzberg belegen. Dabei wurden Menschen die Ihre Anwesen nicht verkaufen wollten Zwangsenteignet. Anderen widerrum wurde mit der Einweisung in ein KZ gedroht. So z.B. Simon Hölzl, damaliger Besitzer der Scharitzkehlalm auf dem Obersalzberg. Nach der Drohung ist er dann weich geworden und hat verkauft. Für eine Reichsmark..... Das kommt wohl auch eher einer Enteignung gleich. In Rossenbach sind damals auch Grundstücke gekauft worden, andere Enteignet. Dort sollte das Volkstraktorenwerk gebaut werden. Nach dem Krieg wurden dort auch nicht alle Grundstücke zurück gegeben. Teilweise mussten die früheren Besitzer ihre Grundstücke zurück kaufen. Ist auch nach zu lesen im Stadtarchiv Waldbröl. Rossenbach liegt zwischen der Hitlermauer und Gut Rottland. Noch ein Beispiel vom Obersalzberg: der unrsprügliche Inhaber vom Hotel Türken, Karl Schuster, hat nur eine minimale Entschädigung für sein Hotel direkt nebem dem Berghof bekommen, da auch er sich gegen den Verkauf lange gewehrt hat. Nach dem Krieg musste seine Tochter das Haus völlig überteuert zurück kaufen. Aber dies nur am Rande. Enteignungen von Grundstücken waren damals genauso an der Tagesordnung wie die von Pferden und Automobilien jeglicher Art.
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon Fantomas » 06.04.2014, 23:19

Wenn Frau Scharfenberg ihr Hotel "völlig überteuert" zurückkaufen mußte, so hat doch der demokratische Freistaat Bayern übel verdient, und nicht die bösen Nazis, oder ?
Im übrigen: wirf mal einen Blick in die BRD - Notstandsgesetze: Angela hat im Fall der Fälle Anspruch auf dein Hab und Gut - entschädigungsfrei!
Aber davon abgesehen: bin auch der Auffassung, daß die Angelegenheit interessant ist. Schon mal mit einem Metallsuchgerät
( Tiefensonde) vor Ort gewesen?
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon charlyfee » 07.04.2014, 07:40

Kleine Korrektur; die Mutter von Frau Scharfenberg, Therese Partner, musste das Hotel Türken zurück kaufen. Frau Scharfenberg hat es dann nach dem Tod ihrer Mutter weitergefürt bis Sie letztes Jahr im März verstorben ist. Jetzt ist es in den Händen der Tochter von Frau Scharfenberg. Aber ich glaube, die Obersalzberg-Abteilung gehört hier nicht hin. Mit Tiefensonde waren wir noch nicht im Nutscheid, weil wir schlichtweg niemanden kennen der eine hat. Wer hat denn eine und würde sich zur Verfügung stellen???
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 07.04.2014, 08:32

Eben. Wenn man nicht verkaufen will, kommt letzten Endes die Enteignung. Genau wie bei den Häusern unserer Straße in den 70ern, die die Vorgärten nicht der Stadt verkaufen wollten, weil die Stadt da einen überflüssig breiten Bordstein bauen wollte. Da gab es dann die Ansage Verkaufen oder Enteignung. Also voll normal in totalitären Staaten.
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon Montex » 16.05.2014, 11:40

Hallo Zusammen,

wie ging es denn weiter mit der Story?
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon bello » 17.06.2014, 10:39

Ich habe mal einen Luftbildausschnitt hochgeladen der so um 1988 entstanden sein soll. Hier kann man da deutlich lichte Stellen in dem betroffenen Areal erkennen. Vielleicht könnte man das als einen Anhaltspunkt für eventuelle Suchen annehmen....
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon Garretto » 26.06.2014, 13:28

@charlyfee: .....ich war gestern am Bunker hinter der "Hitlermauer" mit der Sonde und hab das Gelände unter die Spule genommen....., klarer Fall, der komplette Wald (links und rechts von dem kleinen Stichweg Rtg. Altehufen) is voll mit Bewehrungsstahl! Das ganze setzt sich hinter dem Wäldchen auf der Weide/dem Feld fort (war a.Tag, bin nur 20m weit drauf gewesen). Tiefen zwischen 5cm-25cm+ unter dem Erdreich konnt ich messen. Mehr macht die Anzeige nicht mit, die Sonde findet aber n'halben Meter tief, wenn da was ist. Hatte nur leichtes Equipment dabei, konnte also noch nicht prüfen, ob es sich um nur um Abbruchreste handelt, oder tatsächlich um eine unterirdische Anlage (tippe aber auf unteri.Anl., da ich teilweise die Armierung in einer Richtung verfolgen konnte). Indiz sind auch einige umgestürzte Bäume, die nicht tief genug wurzeln konnten.

Wenn jemand Zeit und Lust hat, sich das genauer anzusehen, dann Bescheid geben!!! Bin zwar neu in diesem Thema, hätt' da aber auch noch eine kleine "Legende", die ich hier nicht zum Besten geben werde (keine Lust als Spinner dazustehen, is nur teilbestätigt), die Bezug auf die 30-40 LKW vom Gut Rottland, R. Ley, nimmt, und von der ich hier noch nix gelesen habe, auf Lager.
Hört man's, macht man aber erstmal große Augen! grins
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon tobi1980cgn » 17.08.2014, 16:38

Gibt es nach diesem Sommer irgendwelche Neuigkeiten?
Hat mal einer mit ner kleinen Schaufel unter die Grasnarbe geguckt? :)
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon Bunkersucher » 17.08.2014, 16:46

Tu dir keinen Zwang an. Und wwenn du fertig bist berichtest du uns.
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Re: Bunker / Anlage im Nutscheid in Waldbröl

Ungelesener Beitragvon tobi1980cgn » 17.08.2014, 16:49

klar wenn Du mich hinfährst kann ich das gerne tun! :)
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