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Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.01.17

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Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.01.17

Ungelesener Beitragvon Schmunkmueller » 03.01.2017, 14:56

Schock für die rund 70 Mitarbeiter des insolventen Krankenhauses in Altena:
Die Klinik wird überraschend schon am Dienstag (03.01.2017) geschlossen.

Das zahlungsunfähige St. Vinzenz Krankenhaus in Altena macht überraschend schon am Dienstag (03.01.2017) dicht. Am Dienstagmittag werden die letzten zehn Patienten aus den Betten geholt und in andere Krankenhäuser verlegt. Bis zum Abend soll die Klinik geschlossen werden, hat der Insolvent-Verwalter verfügt....


----->
http://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/krankenhaus-altena-schliessung-100.html


...das sollte man dann wohl mal ggbfls. ein wenig im Auge behalten... Professor-
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Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon Gelöschter Benutzer 29528 » 03.01.2017, 16:10

Danke für den Tip :D
Gelöschter Benutzer 29528
 

Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon Zacken » 03.01.2017, 16:45

Bis es schleichbar ist dauert es bestimmt noch.
Der Insolvenzverwalter wird auf das Equipment ein gutes Auge geworfen haben.

ABER kommt Zeit... kommt ne offene Tür.
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Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon Gelöschter Benutzer 29171 » 03.01.2017, 17:52

Jop, bis das beschleichbar ist..
Ist genau das Stichwort...
Haben vor kurzem auch vor einem geschlossenen Krankenhaus gestanden und sind gleich wieder umgekehrt. Hinten Kameras, vorne Kameras und ein Zettel in der Tür das der Arzt seine Praxis wieder am 27.12. aufschließt...
Denke so ähnlich wird das hier dann auch erst mal laufen, also zumindest wird der Insolvenzverwalter erst mal seine Augen ganz schön draufhalten. Mal abwarten.
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Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon combo » 03.01.2017, 18:02

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Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon Walldie » 03.01.2017, 20:56

Des einen Freud, des anderen Leid! platzen-

Daran kann man wieder sehen das Krankenhäuser auch nur Geldmaschinen sind, zu unserem Leid, bringen
sie nichts ein werden sie einfach abgeschaltet. Professor-
Wo sind jetzt die Überschüsse die, die Krankenkassen erwirtschaftet haben??? ratlos-
Es wäre ein leichtes das Krankenhaus zu retten, aber die Leute die, die Kohle eingesackt haben gehen hemmungslos
über Leichen. kopfwand-
Schade, schade! wein-
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Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon Bastler » 03.01.2017, 21:39

Kann man so sagen... roll-

Für die zich zich MILLIARDEN Euro die die Pharmaindustrie in Zusammenarbeit mit korrupten Ärzten und fleissig lobbyierten Politikern aus unserem Gesundheitssystem auf vielfältigste Art völlig Nutzwertfrei herausmogelt,könnte man warscheinlich jedem mittleren Kuhkaff ein neues Krankenhaus spendieren...oder uns allen etliche Prozentpunkte Kassenbeitrag streichen kopfwand-

Alles Abzocker und Mafiosi... finger- platzen-
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Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon PGR 156 » 04.01.2017, 07:45

Jep. Ein Rucksackverband kostet im Einkauf der Apotheke ca 23 Eus. Das Krankenhaus muß dafür der Apotheke ca 135 Eus zahlen (Zahlen ein paar Jahre alt). Damit alleine sollte klar sein, wieviel Gewinn erwirtschaftet werden muß um bestehen zu können. Woanders kaufen dürfen die nicht und über die Gewinnmaximierung der Apotheken halten die Politiker und die Pharmalobby die Hand.
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Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon Schmunkmueller » 04.01.2017, 08:44

Vielleicht -wie häufig- ist die Sache ein wenig komplexer... Professor- zunge-...ein ein wenig älterer Artikel...immer noch aktuell...

Den Krankenhäusern fehlt das Geld

Viele müssen mit knappen Mitteln haushalten, einige sind von Insolvenz bedroht: Die Krankenhäuser haben ein Finanzierungsproblem. Eine Reform steht derzeit auf der politischen Tagesordnung. Hier ein Überblick über die Probleme und den Bund-Länder-Kompromiss.

In der Politik steht derzeit die Reform der Krankenhausfinanzierung auf der Tagesordnung. Aktuelle Anlässe sind unter anderem die zum Teil prekäre finanzielle Situation vieler Krankenhäuser sowie die seit Jahren sinkenden Krankenhausinvestitionen der Länder.

Nach dem Krankenhaus Rating Report des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) sind die Krankenhäuser im Jahr 2008 mit einer Finanzierungslücke von geschätzt 1,3 bis 2,2 Milliarden Euro beziehungsweise zwei bis drei Prozent ihres Budgets konfrontiert. Die Finanzierungslücke entsteht dadurch, dass einerseits die Kosten steigen, andererseits aber die Steigerung der Erlöse - bei gleicher Fallzahl und -art - derzeit gedeckelt ist. Die Kosten wachsen vor allem durch Tariflohnerhöhungen im Personalbereich sowie aufgrund von gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreisen. Einige Krankenhäuser, darunter vor allem kleinere, sind von Insolvenz bedroht.

Die Krankenhäuser werden von Bundesländern und Krankenkassen finanziert. Die Investitionskosten der Krankenhäuser übernehmen die Bundesländer, die Krankenkassen zahlen über die Behandlungsvergütung die laufenden Betriebskosten.

Ein Krankenhaus hat Anspruch auf staatliche Förderung, wenn es in den Krankenhausplan des jeweiligen Bundeslandes aufgenommen ist. Die Höhe der Fördermittel wird durch Bedarfsermittlung bestimmt und richtet sich nach Betten- und Bevölkerungszahl in der Region, Verweildauer der Patient(inn)en im Krankenhaus oder Fallzahlen. Dabei gibt es für kurzfristige Anlagegüter (durchschnittliche Nutzungsdauer unter drei Jahren), wie zum Beispiel für Einrichtungsgegenstände und medizinische Geräte, eine Pauschalförderung. Für mittel- und langfristige Investitionen wie Bauarbeiten und medizinisch-technische Großgeräte müssen die Krankenhäuser Anträge stellen. Das gesamte Fördervolumen für Krankenhäuser differiert dabei von Bundesland zu Bundesland.

Insgesamt sind die Investitionen der Länder in Krankenhäuser in den vergangenen Jahren stark gesunken. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft lagen sie im Jahr 1991 bei 3,6 Milliarden Euro und im Jahr 2006 bei 2,7 Milliarden Euro. Deswegen ist ein sogenannter "Investitionsstau" entstanden, der von den Expert(inn)en des RWI auf derzeit 19 bis 23 Milliarden Euro geschätzt wird. Andere Schätzungen gehen von an die 50 Milliarden Euro aus.

Die Krankenkassen vergüten die Leistungen der Krankenhäuser grundsätzlich über Fallpauschalen (DRGs). Dabei wird unterschiedlichen Diagnosen und Krankheitsarten jeweils eine Fallpauschale zugeteilt. Diese wird den Krankenhäusern pro Behandlungsfall gezahlt, das heißt die Verweildauer eines Patienten spielt bei der Vergütung keine Rolle mehr. Die Steigerung der Fallpauschalen ist an die Entwicklung der Grundlohnsumme gekoppelt, so dass die Steigerung der Erlöse eines Krankenhauses bei gleichbleibender Fallzahl und -art gedeckelt ist...


----->
https://www.caritas.de/neue-caritas/heftarchiv/jahrgang2008/artikel2008/den-krankenhaeusern-fehlt-das-geld

An der Problematik von 2008 wurde zwischenzeitlich verschiedentlich herumreformiert...offensichtlich aber mit keinem bis wenig Erfolg.

Weitere Entwicklung offen...
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Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon Zacken » 04.01.2017, 10:20

Also für Schleicher nicht zu gebrauchen.
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Ungelesener Beitragvon Schmunkmueller » 04.01.2017, 10:27

Ein Blick aus dem unteren Rahmedetal ins Lennetal. Oberhalb der Bildmitte ist das alte St. Vincenz Krankenhaus zu sehen...

----->
http://www.johlitz.com/altena/al_rahm.html
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Ungelesener Beitragvon Schmunkmueller » 04.01.2017, 10:34

St. Vinzenz-Krankenhaus

Das St. Vinzenz-Krankenhaus ist ein modern ausgestattestes Krankenhaus der Grundversorgung. Die Fachabteilungen Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesie sowie die Belegabteilungen Gynäkologie und HNO stehen zur Verfügung. Durch ein angeschlossenes Ärztehaus, in dem sich die Ärzte zum Gesundheitszentrum Altena zusammengeschlossen haben, kann das Behandlungsspektrum erheblich erweitert werden. Träger des St.Vinzenz-Krankenhauses Altena ist die Katholische Kirchengemeinde St. Matthäus Altena.

Seit mehr als 125 Jahren ist das St. Vinzenz-Krankenhaus ein wesentlicher Bestandteil Altenas. Seit der Gründung im Jahre 1882 wurde beständig zum Wohl der Altenaer Bürger in moderne Diagnose- und Behandlungsverfahren investiert. In der ersten Hälfte der 80er Jahre wurde an der Bornstraße ein komplett neu gebautes und mit modernsten technischen und organisatorischen Betriebsmitteln ausgestattetes Haus bezogen.


Richtig müßte es ja jetzt eigentlich heißen:

Das St. Vinzenz-Krankenhaus ist WAR EINMAL ein modern ausgestattestes Krankenhaus der Grundversorgung...

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http://www.altena.de/St-Vinzenz-Krankenhaus.690.0.html

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http://www.vinzenz-altena.de
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Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon Schmunkmueller » 04.01.2017, 10:37

Zacken hat geschrieben:Also für Schleicher nicht zu gebrauchen.


Nur nichts überstürzen...ich denke, man wird erst einmal abwarten müssen, wo sich das Objekt hin entwickelt...kurzfristig wird da wohl eher nichts gehen. Viele ähnliche Objekte zeigen aber, dass langfristiger Leerstand auch hier wahrscheinlich sein wird...und dann wird man sehen, was sich ggbfls. an Möglichkeiten ergeben wird...

In der Ruhe liegt die Kraft. lach- Professor-
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Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon Bastler » 04.01.2017, 12:24

Wenn da schon von einem Neubau aus den 80ern die Rede ist,wird daraus wohl ein Altenheim/Bürohaus oder vieleicht Sozialwohnungen kratz-
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Re: Krankenhaus Altena / Sofortschließung wg. Insolvenz 03.0

Ungelesener Beitragvon Gelöschter Benutzer 29171 » 04.01.2017, 12:36

Bastler hat geschrieben:Wenn da schon von einem Neubau aus den 80ern die Rede ist,wird daraus wohl ein Altenheim/Bürohaus oder vieleicht Sozialwohnungen kratz-


Auch wenn ich es schade für uns Schleicher finden würde, aber bevor es nachher von den falschen Reisebussen kaputtvandaliert wurde, bevor wir Schleicher überhaupt die Möglichkeit haben, die offene Tür zu nutzen, wäre das sicherlich eine Möglichkeit, die ich bevorzugen und begrüßen würde, zudem würde es dann wenigstens noch sinnvoll genutzt und eingesetzt werden...
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