Sportwetten sind vor allem unter den Sportfans äußerst populär. Die Mehrheit der Sportbegeisterten hat schon mal sein Glück bei der einen oder anderen Wettart versucht. Für diejenigen Fans, die sich überhaupt nicht mit Wetten auskennen, aber trotzdem ab und zu mal ihre Tipps abgeben und ihr Glück versuchen möchten, steht unter Sportwettenanbieter.com ein umfangreicher Vergleich aller seriösen Anbieter von Sportwetten zur Verfügung.

Doch mittlerweile ist der Betrug bei Sportwetten zum globalen Problem geworden. Obwohl dieses Thema in den letzten Jahren noch keine so große Rolle spielte, ist heutzutage Wettbetrug teilweise sogar lukrativer als Drogenhandel, was die Sache für Kriminelle sehr interessant macht. Aus diesem Grund wollen die Gerichte und die sportlichen Verbände deutlich härter gegen Wettbetrug vorgehen. Während Wettbetrug noch vor einigen Jahren als ein Kavaliersdelikt behandelt wurde, ist heute klar, dass es sich um eine richtige Straftat handelt. Diese Art des Vergehens soll auch vor dem Gesetz als solche angesehen werden. Es wird also künftig stärkere Strafen bei Wettbetrügereien geben.

Änderungen der Gesetzeslage kommen zwar spät, aber besser spät als nie
Der neue Entwurf, der sich mit stärkeren Strafen für Wettbetrug beschäftigt, war auch der Anstoß für die Änderungen der Gesetzeslage. Für viele kommt dieser Prozess deutlich spät, wenn man die zahlreichen Berichte über Wettbetrug wie z.B. den Skandal mit dem ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer betrachtet. Der genannte damalige Schiedsrichter sorgte mit weiteren Kriminellen für einen Wettbetrug, der den deutschen Fußball erschüttern ließ. Solche Fälle der Manipulation haben sich in der letzten Zeit gehäuft.

Die Verbände hatten danach Schwierigkeiten mit dem Aufrechterhalten der eigenen Glaubwürdigkeit. Das war dann auch einer der wichtigsten Beweggründe für die Verabschiedung des neuen Gesetzesentwurfes, nach dem definiert wird, dass die Integrität des Sports durch die Manipulation und den Wettbetrug beeinträchtigt und dessen Glaubwürdigkeit untergraben wird. Gerade weil der Sport in vielen Ländern eine so große Rolle spielt, ist es wichtig ein solches Vorgehen in Zukunft härter zu bestrafen.

Wie bereits Mathias Dahms, der Verbandspräsident vom Deutschen Sportwettenverband erklärte, sind neben dem Sport die Wettveranstalter die Hauptgeschädigten von Wettbetrug. Deshalb wurden im neuen Gesetz die Vergehen Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben und Sportwettenbetrug eingeführt. Außerdem ist im Gesetzesentwurf verankert, dass die Überwachung der Telekommunikation von Verdächtigen erlaubt ist.

Welche Strafen drohen bei Wettbetrug?
Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, den Sport mit neuen Strafformen vor Manipulation zu schützen. Nachdem Doping unter Strafe gestellt wurde, gilt nun das Gleiche für den Sportbetrug und die Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben. Das bedeutet, dass sich Spieler und Trainer durch Begünstigung der gegnerischen Mannschaft oder Schmiergeld strafbar machen können.

Ein Spieler macht sich strafbar, wenn er beispielsweise wegen Bestechung frei vor dem Tor eindeutig absichtlich danebenschießt. Der Trainer riskiert sich strafbar zu machen, sollte er den besten Spieler schon in kürzester Zeit aus keinem ersichtlichen Grund auswechseln. Mit einem Elfmeter, obwohl das Foul außerhalb des Strafraums war, würde sich ein Schiedsrichter strafbar machen. Die Fehlentscheidung an sich oder das Verfehlen eines Tors sind natürlich nicht strafbar, wenn keine Unrechtsvereinbarung mit dem Vorteilsgeber vorliegt. Doch wenn sich jemand einen Vorteil für eine Manipulation verspricht, ist es gar nicht mehr wichtig, ob das Gewünschte am Ende überhaupt eingetreten ist.

Das Gesetz hat harte Strafen für den Wettbetrug vorgesehen
Um abschreckend zu wirken, hat das Gesetz ziemlich harte Strafen für den Wettbetrug vorgesehen. Für die Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben ist eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren vorgesehen. Außerdem kann alternativ auch eine Geldstrafe ausgesprochen werden. Für die Straftat Wettbetrug ist eine ähnliche Strafe vorgesehen. Drahtzieher der Manipulation wie die Sportler, der Trainer oder der Schiedsrichter machen sich ebenfalls strafbar.

Natürlich wird auch hier zwischen der Schwere des Falls unterschieden wie bei allen anderen Straftaten auch. Sollten mehrere Täter in den Sportwettbetrug involviert sein, könnte dies als bandemäßiger Betrug betrachtet werden, was zu bedeutend höheren Strafen wie etwa Haftstrafen bis zu 5 Jahren führen würde. Es gibt einen wichtigen Punkt, in dem sich der Wettbetrug und die genannte Manipulation unterscheiden. Beim Wettbetrug sind irreguläre Vorteile bei Wetten das Ziel des Auftraggebers. Andererseits geht es bei den sonstigen Manipulationen um sportliche Ziele, wie etwa das Verhindern eines Abstiegs in der jeweiligen Liga.

Es gibt noch einen wichtigen Unterschied – sogar bei Amateurspielen ist der Wettbetrug eine Straftat, während man sich für sonstige Manipulationen nur im Profisport strafbar macht. Bis jetzt galt der Wettbetrug als normaler Betrug und wurde so auch bestraft. Die bekannteste Verurteilung ist die des ehemaligen Schiedsrichters Robert Hoyzer im Jahre 2006. Der Kroate Ante Sapina wurde sogar zwei Mal verurteilt.

Man kann also sagen, dass es hier um nichts Neues geht. Nach dem Gesetzentwurf soll allerdings das Delikt Wettbetrug einfacher zu beweisen sein. Spieler, Schiedsrichter und Trainer sollen künftig als Täter bestraft werden und nicht nur als Beihelfer zum Betrug. Bei der Manipulation von Sportwettbewerben hat sich jedoch einiges mehr verändert. Bisher machte man sich durch die Bestechung von gegnerischen Spielern, Trainern oder Schiedsrichtern nicht strafbar, wenn es nur um sportliche Ziele ging. Die schlimmsten Sanktionen dafür waren z. B. ein jahrelages Sperren des jeweiligen Sportverbandes. Im Jahre 1971 kam es zum Skandal, als sich Arminia Bielefeld mit dem Kauf von Spielern den Klassenerhalt sichern wollte.

Es soll allerdings kein eigenständiges Gesetz wie beim Anti-Doping-Gesetz werden, sondern neue Paragraphe im Strafgesetzbuch. Das wirtschaftliche Interesse der fairen Sportler, Verbände, Vereine und Veranstalter soll dadurch geschützt werden. Der Sport verliere durch die vielen Manipulationen seine Authentizität, aber auch seine wirtschaftliche Bedeutung, so der Gesetzentwurf.

Buchmacher gehen aktiv gegen Wettbetrug vor
Die Wettanbieter haben ebenfalls dem Wettbetrug beim Sport den Kampf angesagt und gehen auch dagegen vor. Aus diesem Grund werden viele Fußballspieler weltweit beobachtet und deren Einsätze und Quoten bewertet. Wenn etwas Verdächtiges entdeckt werden sollte, wird es sofort an die Buchmacher weitergeleitet. Diese stellen dann fest, ob es sich bei beispielsweise überdurchschnittlich hohen Wetteinsätzen auf ein bestimmtes Ereignis, eventuell um Manipulation handelt. Wenn ja, werden diese betroffenen Spiele oft aus dem Programm genommen.

Während es in den vergangenen Jahren für Wettbetrüger nur symbolische Strafen gab, so schreitet die Justiz endlich klar ein. Die Gefahr durch Wettbetrug wurde endlich erkannt und so die gesetzlichen Voraussetzungen für härtere Strafen für Täter geschaffen.