Wohnen im Bunker

Über die gesamte Bundesrepublik verteilt, gibt es heute noch etwa 2000 öffentliche Bunker.
Im Jahr 2007 hat die Bundesregierung entschieden, die öffentlichen Schutzräume auf- und zum Teil zum Kauf
freizugeben. Doch was geschieht mit den Schutzräumen mit ihren meterdicken Betonwänden und den
beschränkten Umbaumöglichkeiten?

Früher Zuflucht, heute Wohnraum – Wo Wohnen im Bunker schon Wirklichkeit ist

Das Wohnen im Bunker ist für einige Menschen bereits Alltag, wie zum Beispiel der NDR mit seinem
Beitrag “Wohnen in einem Bunker” zeigt. So wohnt etwa Familie Wetekam in Hannover in einem
der ersten beiden Bunker, die an Privatbesitzer verkauft wurden.
Der Bau musste, um wohnlich zu werden, vollständig gedämmt und riesige Betonblöcke von speziellen Maschine für die Fensteröffnungen
herausgeschnitten werden. In Hamburg wird im begehrten Stadtteil Ottensen, in dem viele Menschen
eine Wohnung suchen, ein denkmalgeschützter Bunker zu attraktivem Wohnraum umfunktioniert.
Insgesamt sechs individuelle Wohnungen entstehen hier. Mit Balkonen ausgestattet, um eine Garten-
Etage ergänzt und mit hochwertigen Bädern ausgestattet, entstehen exklusive Wohnungen, die durch
die erhaltenen Fassaden nichts von ihrem ursprünglichen Charme einbüßen. Auch in Nordrhein-
Westfalen ist das Wohnen im Bunker schon zur Wirklichkeit geworden. In Essen hat ein Architekt
im Stadtteil Huttrop einen Bunker in ein Wohnhaus verwandelt. An seine ursprüngliche Nutzung erinnert
eine Decke in der heutigen Loft-Wohnung, in der im Jahr 1944 eine Bombe einen fünf Meter großen
Krater hinterlassen hat. Der Architekt hat die Decke so belassen, wie sie war und zusätzlich beleuchtet.

Was das Wohnen im Bunker so besonders macht

Bunker werden schon seit längerem von der Zivilbevölkerung genutzt, besonders gern als
Lagerflächen. Damit ein Bunker wohnlich wird und dennoch nichts von seinem Charakter verliert,
sollten erfahrene Architekten, Bauleiter, Innenarchitekten und Lichtplaner ans Werk gehen. Mit
Kreativität und viel Fachkenntnis bietet ein Bunker alle Voraussetzungen, um zu einem individuellen
Wohnprojekt zu werden. Ein großer Vorteil des Bunkers ist eindeutig die große Wohnfläche, die in ihm
auch in dicht besiedelten Stadtteilen entsteht. Der rohe Charakter lässt viele Gestaltungsmöglichkeiten
zu und bietet Raum für die verschiedensten Geschmäcker. Gleichzeitig können Fans historischer
Bauten selbst an einem geschichtsträchtigen Ort leben. Durch die dicken Außenwände
sind die Bewohner eines Bunkers besonders gut vor Lärm von außen geschützt und die dicken Außenwände
erfüllt der Bunker hohe energetische Standards.

Vor allem, wer in der Stadt lebt, hat nicht immer den Luxus, ein Stück Grün nutzen zu können. Durch
ihre Flachdächer werden auf Hochbunker nicht nur großzügige Dachterrassen realisiert, sondern auch
Gärten angelegt.
Wer Lust hat, einen Bunker zu erwerben oder gleich einzuziehen, wird bei der Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben oder bei Nuroa fündig.