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Zementwerk Elsa in Ennigerloh

Sieht interessant aus...:cool:

Hatten wir hier bestimmt schon mal...aber find das mal einer wieder...du kennst das Problem ;)

So ein Thema versandet meist dann,wenn das Objekt für Besucher unzugänglich ist...was sich aber erfahrungsgemäß MEIST IRGENDWANN ändert !
Was aber auch schon mal Jahre dauern kann....

Geht da was ???

Das Plakat,der Bagger und der aktuelle Laster versprechen ja schon mal nix Gutes...:unsure:
 
Bist du einach so durch die Zich Kameras am Haupteingang gelaufen? Kenne einige die darauf hin Besuch von den blauen hatten...

Auf dem Gelände in der hinteren Halle ist noch ein Aktiver Brecher, die Steinbrüche sind auch aktiv und die Förderbänder wo auch die Bauwatch steht sind ebenfalls aktiv und führen zu dem aktiven Zementwerk nebenan.
 
Bist du einach so durch die Zich Kameras am Haupteingang gelaufen? Kenne einige die darauf hin Besuch von den blauen hatten...

Auf dem Gelände in der hinteren Halle ist noch ein Aktiver Brecher, die Steinbrüche sind auch aktiv und die Förderbänder wo auch die Bauwatch steht sind ebenfalls aktiv und führen zu dem aktiven Zementwerk nebenan.
Ich war an Heiligabend vor Ort. Keine Menschenseele angetroffen. Das Tor (blauer Kreis) an der alten Pförtnerbude sah so aus, als ob das dauerhaft offen steht. Habe eine kleine Kamera oben am Pförtnerhaus gesehen, die stammt aber vermutlich noch aus Betriebszeiten..
Habe nur eine BauWatch gesehen, die stand aber ziemlich abseits (roter Kreis)....

Screenshot (4641).png
 
Und ja, im hinteren Bereich des Geländes sind noch einige Firmen aktiv, zum Beispiel die Fa. Steinberg

 
Am Häusen ist eine, sogar mit Schild und am blinken

Oben am Träger ist ein Dome

Rechts ist eine Bauwatch

Alle drei wurden nach nem Schrottklau angebracht. Ich gehe direkt links bei dem ehemaligen Lokschuppen her. Da ist ein Weg durch dem Wald
IMG_9181.JPG
 
Kalter Schauer... Vieles erinnert mich an Dyckerhoff, Mark II A. Insbesondere die Loseverladung. Schade, dass es bei Elsa offenbar keine mechanische Waage mit entsprechender Anzeige mehr gab oder sie nicht fotografiert wurde. Bei Dyckerhoff gab es solch eine (und vermutlich immer noch), eine LKW-Neigungswaage mit riesigem Kreiszeigerkopf und sichtbaren Gewichten.
 
Sehr nice Bilder und glaube der Zeitpunkt der von Dir gewählt wurde, war ebenfalls sehr weise ;)
Momentan ist der Spot eine absolute Krise , da dort zu häufig in Vergangenheit Schundluder getrieben wurde auf dem Gundstück und zb Kabeldiebe unterwegs waren..
Dort ist wirklich vorsicht geboten!
 
Kalter Schauer... Vieles erinnert mich an Dyckerhoff, Mark II A. Insbesondere die Loseverladung. Schade, dass es bei Elsa offenbar keine mechanische Waage mit entsprechender Anzeige mehr gab oder sie nicht fotografiert wurde. Bei Dyckerhoff gab es solch eine (und vermutlich immer noch), eine LKW-Neigungswaage mit riesigem Kreiszeigerkopf und sichtbaren Gewichten.

Ich bin mir nicht ganz sicher was mit "mechanischer Waage" gemeint ist. Aber Waagen hatte die Elsa schon:

Hier in der Einfahrt (Um 2002) zu sehen:

j41000042.jpg

Eine Anzeige (Digital) gab es am Pförtnerhaus ebenfalls. Diese war auch noch viele Jahre nach der Schließung in Betrieb. Zu sehen über der rechten Scheibe des Pförtnerhauses:

J410001616.jpg

Die Geräte zum Wiegen waren 2002 noch unberührt:

J410001812.jpg

Die damalige Bundesbahn hatte "Werbefilme" im Angebot. Das Werk und die Verladung kann man im Film Ladetechnik im Güterverkehr sehen.

Auch wird hier gezeigt wie dort die Eisenbahnwaggons gewogen wurden (Das Bild ist eine Ausschnitt aus dem Film und stammt nicht von mir):

Zwischenablage_03-30-2025_01.jpg

Um 2002 sah die Waage so aus:

P101002945.JPG
 
Ich bin mir nicht ganz sicher was mit "mechanischer Waage" gemeint ist. Aber Waagen hatte die Elsa schon
Klar, Waagen und in diesem Fall auch Fahrzeugwaagen hat jedes Zementwerk. Seit Jahrzehnten aber schon in elektronischer Bauweise mit Digitalanzeige. 1972, als Dyckerhoff Mark II B gebaut wurde, gab es dort zunächst noch keine elektronischen Fahrzeugwaagen, diese wurden erst später nachgerüstet, auf II a teilweise erst in den 90ern.

Die Waagen auf Deinen beiden unteren Fotos sind mechanische Laufgewichtswaagen, nicht automatisch anzeigend. Hier muss der Bediener so lange ein Gewichtsstück am Balken verschieben, bis dieser horizontal ausgerichtet ist. An Markierungen bzw. einer Skala wird dann das Gewicht abgelesen. Der LKW steht dabei auf einer Plattform, die ein Unterwerk (im Boden eingelassen) hat, welches die Gewichtsbelastung in einem genau bekannten Verhältnis verringert und dies an die Bedieneinheit weiterleitet, wo also eigentlich mit viel kleineren Gewichten hantiert wird; in der Bezifferung ist aber das Verhältnis berücksichtigt, so dass man das tatsächliche Gewicht des LKWs abliest: https://de.wikipedia.org/wiki/Laufgewichtswaage

Was ich meinte, war eine automatische, mechanische Waage mit großem Ziffernblatt, so wie diese Postwaage im Foto, nur entsprechend größer (Anzeige bis 50 t, Teilung 20 kg): https://de.wikipedia.org/wiki/Waage#/media/Datei:TACHO-Postwaage.jpg Leider hab ich die damals nicht fotografiert, die war wirklich uralt. Vom Prinzip her wie oben beschrieben, aber ohne die Balkeneinheit, stattdessen mit dem Ziffernblatt in einem feststehenden Gehäuse oben auf der Beladebühne (beim Füllrüssel).
 
Es war aber schon seit den frühen 60ern üblich alte mechanische LKW/Eisenbahnwaagen mit einem elektronischen Messwerk umzurüsten....solche Zwitterwesen hab ich hier in der Stahlindustrie schon etliche gesehen.
War einfach viel genauer,schneller und man konnte auch damals schon die Werte direkt ausdrucken oder in EDV einspeisen.

Das das dort nicht passiert ist,heist wohl das man in der Zement Banche mehr Zeit hat,und es mit den Gewichten nicht ganz so genau nimmt... 🤪
 
Solche Umrüstungen waren sehr teuer und wurden nicht ohne Not oder nur wegen der Bequemlichkeit vorgenommen. Zwar wurde Ende der 1930er Jahre die Dehnungsmessstreifentechnik erfunden, auf welcher das Prinzip der elektronischen Wägung beruht, die wirklich breite Einführung dauerte aber erstens aus Kostengründen und zweitens wegen der Skepsis gegenüber neuer Technik noch etliche Dekaden. Im Labor setzten sich auch erst in den frühen 70ern und auch nur bereichsweise, also nicht durchgehend von 0,1 mg bis 100 kg, elektronische Waagen durch. Eine automatische Laborwaage mittlerer Größe, die 30 kg verkraftete und auf 5 g genau anzeigte, kostete 1970 so viel wie ein VW Käfer in Exportausstattung, weil das kleine feinmechanische Meisterstücke waren, die nur mit allerbesten Materialien und unglaublich viel Arbeitszeit so gebaut werden konnte, dass sie möglichst dauerhaft und wartungsarm funktionierten. Unternehmer oder auch Behörden warfen solche teuren Anschaffungen meistens nicht auf den Müll, weil es nun komfortablere Waagen mit Digitalanzeige gab, sondern warteten ab, bis die alten Waagen Probleme machten und Überholungen unrentabel wurden.

Dass es mit den Gewichten in der Zementindustrie nicht so genau genommen wurde, ist ein Trugschluss. Für die Waagen, egal ob mechanischer oder elektronischer Art, gab es Wartungsverträge mit entsprechenden Anbietern. Die von mir genannte uralte LKW-Waage mit dem riesigen Ziffernblatt wurde zuletzt jahrzehntelang zwar in Schuss gehalten, aber aus Kostengründen nicht mehr geeicht, weil sie dennoch sehr genau anzeigte und völlig ausreichte, um die auf der (modernen, elektronischen, geeichten) Eingangswaage leer gewogenen LKWs unter der Siloanlage punktgenau zu befüllen und danach auf der (modernen, elektronischen, geeichten) Ausgangswaage zurückzuwiegen.
 
Ja,langlebig waren die mechanischen Waagen,jedenfalls langlebiger als die ersten Generationen elektronischer Waagen.
Die hatten zwar erst ihre Vorteile,wurden aber schnell von den Unzulänglichkeiten der damals verfügbaren elektronischen Bauteile eingeholt,nach 10 20 Jahren Alltagsbetrieb war die Betriebssicherheit in Sachen Gangabweichung,Ausfälle und Wartungsbedürftigkeit so schlecht,das die Geräte ausgetauscht werden mussten. Das besserte sich erst in den 70ern,als die Bauteile allgemein zuverlässiger wurden,und komplexe Schaltungen aus 100ten Bauteilen in einem IC zusammengefasst werden konnten.

Das war in alles Bereichen der Mess und Regeltechnik der gleiche Verlauf.
 
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