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Afrika Geschichte

kuebelfahrer

erfahrenes Mitglied
Ich hab mal wieder was geschrieben....
Ähnlichkeiten mit realen Personen oder historischen Schauplätzen sind
unbeabsichtigt und rein zufällig.

Der Feldmarschall schaute durch sein Fernglas…
In der weiten Steppe Afrikas rührte sich wie immer nichts..
Doch es konnte durchaus sein, dass der Gegner schon sehr nahe war.
Panzerbewegungen waren schnell sichtbar, doch mittlerweile wurde der Krieg aus der
Luft entschieden. Wenn sich am himmelblauen Firmament sich ein pechschwarzer Moskitoschwarm auftat, war es meistens schon zu spät.
Das Gleichgewicht in der Luft war mehr als unausgeglichen und Aufklärung war nur mit dem Spähpanzer möglich.
Er kehrte in das Kommandozelt zurück und versammelte sich mit den Generälen zu einer
Stabsbesprechung:
„Was haben wir derzeit an kämpfendem Personal zur Verfügung?“
„3 Divisionen“
„Der Gegner?“
„Schätzungsweise 12“
„Lufthoheit?“
„Begrenzt bis nicht vorhanden“
„Haben wir genug Versorgungsmittel, um einen Angriff zu führen ?“
„Mit Verlaub, Herr Feldmarschall, NEIN.“
„Ich bin nicht hierhin gekommen, um mich nach bei nach auf Sizilien rückdrängen zu lassen!“
„Die momentane Versorgungslage lässt momentan nur Defensivtätigkeiten und kleine Stosstruppunternehmen zu.“
„Wie lange liegen die letzten Aufklärungsberichte zurück ?“
„3 Tage, Lt. Krüger, SPW Puma, daraufhin nach Tieffliegerangriff gefallen.“
Der Feldmarschall rannte aus seinem Zelt und schaute auf den spartanisch gestalteten Feldflugplatz:
Eine einzelne Fieseler Storch stand wie eine Wüsten-Gazelle inmitten der kraterzerfurchten Umgebung.
 
...der feldmarschall ließ sofort den piloten kommen und die maschine volltanken und zum abflug bereit machen. sein adjutant hautmann krüger versuchte seinen feldmarschall noch von diesem vorhaben abzubringen, doch dieser wischte alle bedenken mit einer handbewegung beiseite und sagte nur was ich sehe kann ich auch bekämpfen. der storch hebte ohne jadtschutz ab und flog in richtung der feindlichen kräfte, eigentlich war es selbstmord am tage ohne jadtschutz richtung front zufliegen aber es war nicht das erstemal das der feldmarschall so etwas tat. an der hkl angekommen orientierte er sich mit hilfe der karte und gab dem sichtlich nervösen piloten anweisungen weiter hinter die feindlichen linien zufliegen. die überraschte flak des feindes hatte bislang nicht einen schuß auf das flugzeug abgegeben, die flakbesatzungen starrten in die luft und konnten sich dieses anblickes nicht entziehen. in den gesichtern der briten könnte man überraschung, entsetzen aber auch respekt lesen. noch bevor ein feuerbefehl erteilt werden konnte war das flugzeug auch schon ausser reichweite der flak in richtung hinterland unterwegs....
 
"Das war ja ein Bravourstück, mein Junge." sagte der Feldmarschall zu dem jungen Piloten, wie ist denn dein Name ?
"Hans Kessler."
"Wo wurdest Du ausgebildet ?"
"Segelflugschule Stölln/Brandenburg"
Der Feldmarschall fing laut an zu lachen und sagte:
"Oh Gott, wenn ich das gewusst hätte, da kommen die grössten Draufgänger her.Da hat sich Lilienthal schon damals zu Tode gestürzt."

"Ich ernenne dich hiermit zu meinem persönlichen Adjutanten."

"Danke, es ist mir eine Ehre."

Der Feldmarschall wusste, dass er ihn vorerst nicht mehr ohne Jagdschutz
losschicken würde und an einem 8,8 cm Geschütz Dienst tun müsse.
Sie brauchten nun jeden Mann.

Der Feldmarschall liess alle Kommandeure im Stabszelt versammeln
und breitete die Grosse Karte auf dem Tisch aus:
"Nachdem ich durch den katastrophalen Zustand unserer Aufklärungseinheiten dazu gezwungen war, mit einem 19 jährigen Piloten aus der Segelschule vor den Kanonen der Tommys im Tiefflug rumzugondeln, bin ich mit reichlich Informationen wieder hier und nun können wir, mit der uns gegebenen Verantwortung für unsere tapferen Soldaten, das nächste Zusammentreffen mit den feindlichen Truppen planen."

So wie es aussieht, ist ein grosser Dampfer vom grossen Bruder aus Amerika angekommen und hat ein paar General Grant Panzer ausgeladen.
Diese Prachtstücke werden sehr bald versuchen, unsere Stellungen zu überrollen.Der Feind weiss nun, dass wir von ihm wissen und wird schnell handeln, denn der Überraschungsmoment ist ihm genommen worden.
Wir haben hier folgende geographische Lage:
"Die Küstenstrasse am Meer wäre der beste Weg für den Feind, er kann dort seine Schiffsartillerie einsetzen und die Flugzeuge haben freie Sicht."
"Jeodoch haben wir den ganzen Bereich vermint und können jeden Räumungsversuch mit Feuer belegen."
Das heisst, dass der Gegner nur durch die Kattara Senke kommen kann,
denn rechts von uns befindet sich das Khalad Gebirge unüberwindbar für Panzer, ein Paradies für unseren alten Dietl wäre das."

Die Kommandeure fingen an zu lachen, sie mochten die Spässe ihres Feldmarschalles und wussten, dass er auch sehr zornig sein konnte wenn
die Umsetzung in die Praxis nicht gelang oder Fehler gemacht wurden.

Ich möchte, dass die ganze Kattara Senke zu einem Bollwerk ausgebaut wird, d.h. viele falsche Erwins (Puppen), Holzgeschütze, Holzpanzer, etc.

Der Gegner wird als erstes die Flugzeuge schicken, darum sind die Stellungen erst zu besetzen wenn die Bomben auf unsere Attrappen geworfen wurden.
In den seitlichen Ausläufern der Senke positionieren wird unsere Panzer
und Infanterie, die dann in den Rücken des Gegner fallen wird.
Artillerie und 8,8 werden im hinteren Bereich stehen und an den Panzern, die dem Fiasko entkommen sollten, ihr Übriges tun.

Soweit alles klar ?
"Jawohl Herr Feldmarschall"
"Na gut, Weggetreten."
Die Kommandeure wandten sich um, als ein Ruf erschallte:
"Halt, eins noch."
Aprupt drehten sich alle um und schauten ihn erstaunt an.
"Es stirbt mir hier keiner, bevor wir nicht in Kairo sind."
"Verstanden"

Nach den Worten des Feldmarschalls waren nun alle Soldaten in reger Tätigkeit damit beschäftigt, den Plan in die Praxis umzusetzen.
 
"schon wieder püppkens aufstellen, woll ?"
maulte Schütze Kesselmann aus Duisburg, als er die Attrappen in der glutroten Sonne zurechtückte,"hätten se uns lieber mal ein paar RuhrStahlPanzer geschickt, aber ne, die sind ja immer vergeben an den Iwan."

Kesselmann war nicht der einzige, der mit seinem Dialekt den schwäbischen
General kopfschüttelnd passieren liess.

Sichtlich zufrieden schaute er durch seinen Feldstecher, den er nach mehreren Stunden wieder an seine Augen führte, nachdem die Fliegerbrille
schwere Sandkrusten um seine Augen hinterlassen hatte.
"Des isch mir doch schon viel wert, gelll."
"Mit ner lahme Kuh ne Ochs gfange, hoffentlich klappts."

Gegen Abend hörten man den ohrenbetäubenden Lärm der englischen Jagdbomber.Sie zeichneten sich wie kleine Punkte vor der untergehenden Sonne ab und mit Sorge schauten sowohl Flaksoldaten als auch Landser dieser Übermacht entgegen....

"Target in Sight," brüllte der Geschwader-Führer Arthur Richmond durch sein Mikrofon.
Die deutsche Flak hatte sich auf die Flughöhe der Mosquito Bomber eingestellt, bevor sie überhaupt am Himmel waren, daher kam selbst dieser Angriff nicht überaschend.
Dennoch liessen sie ihre todbringende Last auf dem ganzen Kampfgebiet zurück, der liebevoll mit Attrappen geschmückt war.

Ein unglaubliches Inferno von Explosionen erschütterte den Wüstensand..
Hölzer und Textilien wurden durch die Gegend geschleudert, so manche Bombe grub sich tief in den Sand und löste sich dennoch nicht aus...

"we´ re hit" brüllte Simon Woodward durch sein Mikro.
Das rechte Triebwerk der Mosquito brannte lichterloh und er musste in den Sinkflug gehen.
Sein Kopilote neben ihm führte den Ausstieg trotz seines Befehl nicht aus und verharrte mit steinerner Miene in seinem Sitz und half ihm, soweit
er konnte, während der Fallschirm des Bombenschützen schon längst
wie ein Edelweiss am Himmel herab baumelte.

Und nun setzte auch das zweite Triebwerk aus, der Motor stotterte,
setzte kurz wieder ein, doch es war abzusehen, dass sie nun in einem
10 tonnen schweren Segelflieger sassen.....
 
...dachte der Kommandant im britischen Zelt ,als er die Briefe seiner beiden Brüder las, die sie ihm zu seinem 40. Geburtstag schrieben...
Mit Sorgenfalten schaute er in den leeren Himmel und vermisste Maschine 08.
Lt. Commander Edmundson und sein Copilot fehlten....Er zerbröckelte erneut einen italienischen Keks in seinem Tee, den er aus einer abgestürzten PiaggioFrachtmaschine kistenweise geborgen hatte.

Es gab sie noch, die Maschine 08, ihre Wrackteile waren weit zerstreut in
der Ferne des Sandes und eine klaffendes Loch im Cockpit zeugte vom
gewaltsamen Ausstieg einer der beiden Piloten......
Seine Augen schlugen sich langsam auf und erschlossen ihm schemenhaft seine Umgebung...
Der salzige Geschmack in seinem Mundraum war der erste Eindruck seines
Befindens...
Die Wucht des Aufpralls hatte ihn mehre Zähne gekostet, und langsam kroch
er zu einem festen Gegenstand, um sich an ihm aufzurichten.
Der Fallschirm, der nicht aufgegangen war, kostete ihn zusätzlich Kraft.
Von der Ferne hörte er einen Schrei....
Es war sicherlich Edmunson.....

Währendessen lud Ladeschütze Krüger die erste Granate in das Rohr
des Tiger Panzers und langsam erhoben sich die schwerfälligen britischen Stahlkolosse von glutroten Wüstenhimmel ab...
Die schnellen Spähpanzer waren flink wie Hasen und feuerten todbringende Mg Salven auf die ersten Vorposten ab...Die todgeglaubte
3,7 mmPak, als Panzeranklopfgerät verschrien, stopte den kurzen Auftritt
der Vorhut.
Durch das Mikrofon des Panzerkommandanten erschallten die Worte
" Feuererlaubnis erteilt."
Die heranstürmenden Crusader Panzer bestachen durch ihre Schnelligkeit
und geringe Oberfläche...1 Minute waren sie davon entfernt, den Stahl der Tiger Panzer zu durchbrechen.Wie sandfarbene Schildkröten waren ihre flachen Türme während ihres Heranbrausens zu sehen.
Auf deutscher Gegenseite wurden die Geschütze in einem flachen Winkel eingestellt, und mit einem infernalischem Krachen lösten sich die ersten Schüsse der Tiger Panzer, um sich in das Stakkato des martialischen Treibens einzufügen....

In Bristol schellte ein Fernsprecher....
Die schwere Standuhr erfüllte das Landhaus mit seinem stetigen Klang.
Er wurde nur durch die schlurfenden Schritte einer alten Dame abgelöst, die langsam den Hörer abhahm.
"Hello, Iris Edmunson"
"Hello, Chief Commander Mc Johnson hier.."
"Fernab des herkömmlichen Briefweges und als treuer Freund ihrer Familie habe ich ihnen die Mitteilung zu machen, das ihrer treuer Sohn im Namen des Königs von seinem Einsatz nicht zurückgekehrt ist."
Der Hörer fiel aprupt zu Boden und man vernahm ein lautes Schluchzen.

Am verkrümmten Propeller seiner Mosquito richtete sich Edmunson auf
und hörte in der Ferne das vertraute Geräusche eines verhassten
VW-Kübelwagen.....Doch in diesem Moment war es besser, als in dieser glutheissen Einöde jämmerlich zu krepieren...

Das Ordensband seines kürzlich verliehenen Abzeichens quälte Johann
permanent, als er es am Halse trug. Mit schwerem Schritt, halb strauchelnd im Sand, stapfte er langsam in seinen Knobelbechern voran.
Er senkte seine P 08, als er den völlig erschöpften Piloten vor sich sah.
Ohne ein Wort zu sprechen, gab er dem Briten einen Schluck aus der Feldflasche des ..."Ich werde nichts sagen, ausser meiner Dienstnummer und meinem Rang, Namen. etc.", dachte Edmundson, "das ist so ein
verdammter Held, der mich nur aufpeppeln will ,um mich zu quälen."

Seine Fliegerhaube baumelte immer noch an seinem Gesicht, als er regungslos auf der Rückbank des Kübels sass.
Er und sein Copilot waren notdürftig verarztet worden und das Fahrzeug näherte sich dem Hauptquartier der 15. Panzerdivision...

Der Fahrer des 26 ps starken Vws rauchte entspannte eine
Zigarette und die kleine Zeltstadt des Führrungsstabes war in der Ferne schon zu sehen..Gedankenverloren dachte an schöne Abende in Brake zurück, als er mit seiner Geliebten am Kai sass.Die Sonne versank am Weser Ufer im glutroten Wasser und er griff vorerst zaghaft, dann entschlossen, ihre Hand....
Die gleiche glutrote Sonne schien ihnen damals wie ein Wegbereiter ihrer Liebe...
Sein Blick war irritiert, als er in diesem Moment aus dieser Sonne einen dunklen Punkt herannahen sah....."Aus der Traum", dachte er, und Johann
umklammerte den Knauf des Mg 42, um dem todbringenden Adler im Aussichtslosen Zweikampf zu begegnen...
Im Abstand von 6 Metern zeichneten sich die Geschossgarben der Hurricane im Wüstensand ab...Zum Glück der Insassen fuhr der 1,60 m schmale Kübelwagen durch den Korridor des Todes hindurch.....
Eine aprute Kehrtwende liess die Maschine jedoch erneut angreifen....
 
Nun war der Wagen zum Stehen gekommen und die beiden Gefangenen blinzelten halb leblos in die knallende Sonne.
Sie lagen wie wild hingewürfelt auf dem Rücksitz und harrten der Dinge aus, die da kämen.Der Fahrer öffnete die Türen und versuchte die Beiden in Deckung zu schaffen.Der Leutnant stand nun hinter dem MG 42 und peilte den angreifenden Jagdflieger durch das runde Fadenkreuz an....
Doch es gelang ihm nicht, die Maschine in der blitzartigen Phase der Annäherung im Visier zu fixieren..Nun war er nur noch Zuschauer und die Schussbahn lag diesmal ziemlich genau....
Wie ein Sandsturm kam die Geschoßspur auf ihn zu und er schloss die Augen, um das MG zu schwenken, nachdem er vielleicht überlebt hatte.
Er wartete auf den Tod. aber hörte, das vor und hinter ihm Geschosse in die Karrosserie des Wagens einschugen..Ohne zu Zögern schwenkte er das Maschinengewehr um 180 Grad und schoss nun der blitzschnellen Maschine hinterher...
Metall traf auf Leinwand und Holz und langsam frassen sich die kleinen Projektile bis in das Innere des Flugzeuges vor.Noch bevor die Maschine ausser Reichweite war, wurde das technische Innenleben verwüstet und wichtige Steuerseile durchtrennt.
Ohne Rauchentwicklung flog die Maschine weiter und der Leutnant dachte, dass ihm dieser Raubvogel entkommen war.
 
Ich bin mächtig gespannd wie die Geschichte weiter geht.
Danke :!: :!:
 
Der britische Pilot John Howard merkte plötzlich, dass seine Hurricane nicht mehr so richtig gehorchen wollte.Das Seitenruder liess sich nicht mehr bewegen und die Maschine flog nur noch gen Westen, genauer gesagt:
Nordwesten. Er wusste, dass irgendwann das Meer kommen würde und er eine Notwasserung nicht überleben würde. Also begann er, nach einem Landeplatz zu suchen und flog mit ausgefahrenem Fahrwerk über die Köpfe einer deutschen Panzerkolonne hinweg.Schliesslich fand er eine ebene Fläche und landete den Vogel sicher zwischen den Felsen, die einen Korridor bildeten. Er wusste nicht, dass er mitten in der Kattara Senke gelandet war, im Herzen der deutschen Verteidigungsstellung...
Viel mehr machte ihn Sorgen, seinen Kameraden zu erklären, das der erfolgreiche Jagdflieger mit 15 Abschüssen von einer kleinen Blechkiste mit MG vom Himmel geholt wurde.
Er löste seinen Gurt, befreite sich von der Fliegerhaube, nahm seinen Trommelrevolver, Karten, Kompass und weitere Dinge, die sein Überleben sichern sollten.Schliess schob er die Glashaube des Cockpits zurück und stieg aus seiner Maschine.Ein Sturm kam auf und hüllte seine Umgebung
komplett ein.Er stapfte durch den Sturm voran und rettete sich hinter einen Felsen, um durchzuatmen und das Ende des Sturmes abzuwarten.
Langsam kroch sein Hand am Felsen entlang, um sich festzuklammern.
Plötzlich ertastete etwas wollenes, ein Textilstück, eine Stickerei.
Es war ein Adler...
 
...und zwar ein wehrmachtsadler, er gehörte zu der uniform von uwe kramschke hauptgefreiter in der panzernachrichtenabteilung 12. verdutzt schaute er auf die hand die sich weiter an ihm hochtastete, er dachte das er träumt oder das der sandsturm seinen augen einen streich spielen wollten, er schloss kurz die augen als er sie wieder öffnete war zur der hand noch ein kopf gekommen. john schaute auf und sah in ein verdrecktes und erstauntes gesicht, einem kurzen moment kam es ihm so vor als schaue er in einen spiegel, aber als er weiter runter schaute erkannte er die wehrmachtsuniform. beide starrten sich an und keiner war zu einer reaktion fähig, so grotesk erschien ihnen beiden diese situation. john dachte an seinem revolver, doch wo ein soldat war, waren bestimmt noch mehr, so verwarf er die idee. uwe dachte in der selben situation an seinem karabiner der neben ihm lag doch auch er verwarf diese idee da er sah wie der engländer einen revolver in der hand hielt. so standen die beiden sich weiter regungslos gegenüber beiden kam es vor wie eine ewigkeit...
 
Plötzlich rief jemand durch den Sturm:
„Hallo Uwe, alles in Ordnung bei Dir ?“

Nun musste der junge Hauptgefreite Nerven zeigen und damit rechnen, dass der Engländer schiessen würde, wenn er antwortete.
Mit eisiger Miene schaute er John konzentriert ins Gesicht und liess den Blick ab und zu auf seine Waffe wandern.

Der englische Pilot musste nun hoch pokern und grinste ihn daraufhin herausfordernd an.

Voller Wut über diese Respektlosigkeit und über das Gefühl, nicht ernstgenommen zu werden, atmete Uwe tief zu seinem vielleicht letztem Atemzug durch.

John krümmte nun den Finger am Abzug ein wenig und der junge Hauptgefreite stellte sich schon den stechnenden Schmerz der Kugel vor.

Dann rief Uwe aus voller Lunge: „Alles in Ordnung Hans.“ Der Hurricane ist sicherlich gleich vorbei“ .

Uwe drehte seinen Kopf leicht zur Seite und blickte nun auch leicht amüsiert dem Engländer entgegen.Beiden kam es vor, als ob die Zeit still stünde und keiner wusste, was passieren würde, wenn der Sturm vorbei wäre.

Hans Kessler, der junge Pilot, den der General an die 8,8 abkommandiert hatte, grübelte sich mehrere Falten in seine Stirn:

“Warum hat Uwe denn „Hurricane“ gesagt ?

Normalerweise verwendete man keine englischen Wörter, es sei denn man meinte feindliches Kriegsgerät.
Irgendetwas war faul und er beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen.



Im Hauptquartier der 15. Panzerdivision sassen die beiden britischen Piloten nun dem Kommandeur Gerhard Hohenstein gegenüber.
Er konnte mit hervorragenden Englisch-Kenntnissen aufwarten und
Richtete nun ein paar Worte an sie:

„Herzlich willkommen bei der 15. Panzerdivision, versuchen sie mal den deutschen Zwieback mit Ostfriesen-Tee.“
„Er wird ihnen noch lange erhalten bleiben, denn sie werden nach Deutschland in ein Gefangenenlager für Luftwaffenpersonal gebracht.“

Edmundson sagte daraufhin:
„Geben sie mir und meinem Kopiloten eine vollgetankte Maschine und ich werde ein gutes Wort bei Montgomery für Sie einlegen.“

Hohenstein sagte daraufhin.
„Meine lieben Herren Bruchpiloten, sie schätzen ihre Lage falsch ein.
Sie haben ihren Pilotenschein heute Nachmittag gegen ein Flugticket nach Nordeuropa getauscht.“
„Geniessen sie ihre Reise und nehmen sie warme Kleidung mit.“

Simon Woodward und Richard Edmundson wurden daraufhin zum Feldflugplatz gebracht.

Auf dem Rollfeld stand eine Messerschmitt 323 Gigant, aus der ein 8,8 Flakzug mitsamt Zugmaschine ausgeladen wurde.
Darüber waren beide sehr erstaunt und fragten sich, wie viel Soldaten wohl in so einem Monstrum Platz hätten.
Sie sollten es bald erfahren, denn eine Stunde später flogen sie mit den anderen 128 Passagieren über das Mittelmeer.
„Wenigstens sind wir noch am Leben, Richard.“
„Da hast Du wohl recht, aber versprich mir eines, Simon.“
„Was denn ?“
„Wenn wir wieder in England sind, gehst Du zu einem guten Zahnarzt, versprochen?“
„Ich verspreche Dir nur, dass wir beide dorthin gehen werden, wenn Du noch ein Wort sagst.“

Derweil näherte sich Hans einem schlanken Gebilde, das sich von der Umgebung deutlich unterschied. Vorsichtig näherte er sich dem geheimnisvollen Objekt und ertastete den hölzernen Rumpf des englischen Jagdflugzeuges….
 
Es war eine verlassene Hawker Hurricane und zögerlich stieg er in die Kanzel.
Die Steuerungselemente erschienen ihm vertraut, doch die Schrift kam ihm "Spanisch" vor.
Als leidenschaftlicher Pilot empfand er selbst wegen des mangelnden Sprachverständnisses
grosse Zuneigung zu diesem stillgelegten Adler.
Die Maschine war längst nicht mehr flugfähig und es war sicherlich eine todsichere Entscheidung, nach mehreren Treffern auszusteigen.
Er versuchte ihm Leben einzuhauchen um wenigstens das Geräusch des Rolls Royce Motors zu hören...
 
Hans suchte den Anlass-Schalter und den Zündschalter.
Bei der Messerschmitt 109 waren beide oben links gewesen.
Warum sollten die Engländer die Maschinen anders bauen ?
Der Platz bietet sich eigentlich an,
Und so war es auch...
Er schob den Zündschalter nach oben und betätigte den Anlasser.
Der Anlasser drehte, doch die Maschine zündete nicht.
Nun stieg er aus, um den Motor zu überprüfen.
Es war schon von aussen sichtbar, dass die Hurricane Unmengen von Öl und Benzin verloren hatte.
Da er aber diese interessante Maschine nicht aufgeben wollte, schleppte er sie mit einem Zündapp-Kettenkrad hinter die Frontlinie zu den
Mechanikern.
 
Uwe stand nun immer noch vor dem englischen Piloten, einen Handgriff von Karabiner entfernt.
"Come on", sagte der Pilot, "Get going, Kraut".
Er wedelte mit seinem Revolver in die Richtung, die er zum Ausbruch aus den feindlichen Linien vorgesehen hatte.
Langsam schritten die beiden auf offenes Gelände hinaus und der Sturm flaute ein wenig ab.
Die Angst, nun plötzlich entdeckt zu werden, liess den Engländer mit energischem Wortlaut das Marschtempo erhöhen.
Das rettende Felsmassiv war nicht mehr weit, von dort aus könnte man seinen Standort in Ruhe neu bestimmen.
Eine Explosion zerriss die Geräuschkullisse des tosenden Sandsturmes und Uwe flog halb besinnungslos durch die Luft.
Mit grossen Schmerz landete er auf dem harten Fels.
Er sah in einiger Entfernung ein Holzschild.
Es sah aus wie von einem Piratenschiff entwendet.
Ein weisser Totenkopf auf schwarzen Grund war darauf zu sehen.
Darauf stand: "ACHTUNG MINEN."
 
Langsam kehrte das Bewusstsein zurück und Uwe schaute in die hoffnungsvollen Augen einer Krankenschwester.
"Sind sie wohlauf, Herr Flieger ?"
Mit einem strahlenden Lächeln antwortete er:
"Für die werte Dame würde ich zu den Sternen fliegen."

"Die Sterne sind heute nicht zu sehen, aber der Himmel ist leer"
"Es mangelt an Adlern wie Sie es sind."

"Ach Quatsch, ich bin nur ein kleiner Schwarzer Peter im Kartenspiel der Asse."

"Ich habe viele Asse versorgt, denen ich nicht mehr helfen konnte."

"Bleiben Sie lieber ein schwarzer Peter und denken Sie an mich."

Mit einem hoffnungsvollen Blick sah sie in das tiefste seines Herzens hinein...

Uwe war nun hellwach und zupfte selbstherrlich seine Fliegerkluft zurecht.

"Wenn ich den werten Namen meiner Heilkundigen erfahren könnte, würde.."

"Konstanze", unterbrach sie ihn.....

Er senkte sich benommen wieder zurück und sagte:

"Nun kann ich dem Engel meiner Träume einen Namen geben."

Ohne auf eine Antwort zu warten, sank er in einen tiefen Schlaf.
 
Simon und Edward sassen in dem Inneren eines kalten Lastwagens.
"Wo sie uns wohl hinfahren ?"
"Straight into the grave", sagte Edward lächelnd.
Mit Sorge sah er in das Antlitz seiner Bewacher und schnappte einige Wortfetzen auf:

"Das Bomberschwein"......."Erschiessen"....."Frauen und Kinder"....."Lass mich"

Ein Gerangel unter den Landsern wurde von dem Ruf des Offziers unterbrochen, der durch das winzige Fenster des Opel Blitz mit lautstarker Stimme rief:
"Ich dulde kein Schlachtfest ausserhalb der Front, Kameraden."
"Wir bringen die Engländer einfach wieder nach Angel-Sachsen."

Nicht alle Landser verstanden diesen Scherz, aber alle lachten mit und selbst Edward grinste solidarisch mit.
Er wartete jedoch nur auf den Moment einer Fluchtgelegenheit.
Der Lastwagen fuhr jedoch derart schnell, dass ein Sturz aus den dünnen Plane sicherlich tödlich enden würde.
Allein der Gedanke an den Aufprall liess in tief in das innerste des Lasters kauern und er lauschte mit Simon des verhassten Liedern der Soldaten.
"Es ist so schön, Soldat zu sein...."
"Ihr seid nach Afrika gegangen, weil ihr uns in England nicht schlagen konntet", sagte Simon, der normalerweise sehr still und nachdenklich war.
"Wir werden euch bis zum Nil runterprügeln!", sagte ein sprachkundiger Landser und wusste nicht, dass seine Gefangengen kein einziges Wort verstanden.
Jedes Sandkorn, welches aus der Fliegerkluft der Engländer fiel, liess die Soldaten von der grenzenlosen Unbesiegbarkeit der Truppe träumen.
"Was denkst Du, wie schön Afrika ist. ?"
"Ach wirlklich ?"
"Ja, dort tragen die Damen nur kleine Röcke aus Bananen"
"Ohne Lebensmittelkarten ?"
"Nun frach doch nich so blöd, weisst jenau wat ick meine!"

Der Laster ruckelte und wankte durch die kurvigen Strassen Sachsens und Edward war müde von der langen und immerwährenden Reise.
Langsam kamen seine Knie nicht mehr mit und er schaffte es nicht mehr, der ruppigen Fahrweise von Otto "Berufskraftfahrer" entgegenzusteuern.
Er fiel schliesslich in die Mitte des Ganges und träumte von seiner geliebten Insel.
Simon griff nach seinem Kragen und versuchte ihn zu wecken.
Doch der holprige Untergrund alleine liess ihn aufwachen.
Das ausgereifte Fahrwerk des Opel Blitz Lasters konnte die Insassen nicht darüber hinwegtäuschen,
dass sie sich in einer mitteralterlichen Festung befanden.
"Willgommen in Golditz!", sagte der Wachkommandt.
"Holy shit!" "Who the hell ist this?"


Edward und Simon reckten ihre Hälse nach oben, doch es gelang ihnen nicht, den blauen Himmel zu sehen.
So eine Burg konnte nur der Teufel persönlich gezimmert haben.
Der Teufel hiess: August der Starke.
 
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