Bunker-NRW

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Villa BeemWee

Nikon Nobody

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In einem Wohngebiet in der Nähe von Spa (Belgien) liegt in einem eingezäunten Grundstück auf den ersten Blick nur ein zugewachsener Wald.
Wir entdecken aber ein Tor und weit im Hintergrund eine kleine verfallene Hütte, so gross wie eine Doppelgarage mit 2 Etagen.
Eine nähere Untersuchung des mit neuem Stacheldraht überzogenen Zauns zeigte, das es an einer Stelle kein Problem war, darunter hindurch zu klettern.
Von der Rückseite näherten wir uns der Hütte und entdeckten hinter einem Tor eine kleine Überraschung: Einen BMW 3.3 Li Automatik aus den 70ern.
Nach dem wir die Bilder im Kasten hatten, suchten wir nach weiteren Gebäuden.

Und richtig: Bald standen wir vor einer verfallenen Villa. Zuerst machten wir einige Aussenaufnamen und umrundeten das Gebäude. Ich war schon eine Ecke weiter als meine Partnerin, als ich lautes Geschimpfe auf französich hörte und dazu Hundegebell. Ein kurzer Blick nach hinten und ich sah einen Schäferhund in Richtung meiner Partnerin rennen.

Da ich ja bereits hinter einer weiteren Hausecke war, sprang ich durch eine der morschen, offenen Türen in die Villa und drückte die Tür von innen gegen das Türfutter.
Zuerst entnahm ich der Kamera die Speicherkarte mit den Bildern im RAW-Format. Die zweite mit den kleinen JPGs ließ ich in der Kamera.
Draussen hörte ich nichts mehr. Also wartete ich eine Minute.

Da kam meine Partnerin um die Ecke und hinter ihr ein Schimpfender älterer Franzose, der so etwas wie eine Krücke mit Metallhaken schwang uns damit drohte.
Ich offnete die Tür und ging zu ihr. Er tat so, als wolle er nach uns schlagen, aber tat es nicht wirklich. Von dem Hund sah ich nichs mehr. Er hatte ihn zurückgerufen und bei seiner Frau gelassen, die 2 weitere, kleinere Hunde bei sich hatte, wie ich später erfuhr.
Wir sagten, das wir nun gehen würden gingen langsam in Richtung der Garage.
Er folgte uns nicht und schnell waren wir wieder unter dem Zaun durch...
 

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Du verschwindest in einem Haus und drückst du Tür von innen zu, während draußen ein Hund auf deine "Partnerin" zurennt...
Ernsthaft?
 
Neben ihr war auch eine Tür (Hintereingang) und ich dachte, sie wird das gleiche machen.
Es ging alles in Sekundenbruchteilen. Ich wollte zuerstetwas stabiles zwischen michund den Hund bringen.
Und du hast recht: Ich hab sie dem Hund zum Fraß vorgeworfen.
 
Na das war doch mal ne aufregende actiongeladene Tour...und da ja alles gut gegangen ist,könnt ihr beide später drüber lachen...im übrigen immer noch besser,wie irgendwelche Offiziellen..also bei dem Auto könnt ich fast heulen...will nicht wissen,wie lange der da schon vor sich hin gammelt..das wär hierzulande n Super Restaurationsobjekt...den hätt ich selber gern in der Garage stehn...
 
Als wir draussen waren haben wir auch auf der Wiese gesessen und erstmal gelacht. Wir haben scheinbar einen Fehler gemacht und wurden beim einsteigen oder sondieren der Lage gesehen.
Der BMW war wirklich klasse. Aber ich glaube kaum, dass man ihn noch retten kann. Ich bin auch Youngtimer-Fan und kenne diese BMWs noch sehr gut aus meiner Lehrzeit.

Alte Autos finde ich aber öfters mal. http://familie-hauffe.de/foto/foto.asp?id=9
 
Also mit Dir würde ich dann lieber keine Tour machen, wenn Dir der Tausch einer Speicherkarte wichtiger ist, als Dich um DEine Partnerin zu kümmern ... puuuh... das würde ich sicher nicht so machen
 
Warst du schon in der Situation? Uns gehen die Bilder über alles. Dafür waren wir ja dort.
Und meine Partnerin hat Pfefferspray, ich nicht. Übrigens betreiben wir das Hobby nicht seit gestern.
 
Na sag ich doch...:-) als wir mal eingeschlossen worden sind,wär das auch alles andere als spassig in dem Moment...mittlerweile jedesmal ne lustige Story..tja,der Wagen wird wohl ziemlich durch sein,aber ich denke,als Sie den dort rein gestellt haben,hätte sich's noch gelohnt..sehr schade um son dicken 6 Zylinder...
 
Das war halt eine ganz schwache Aktion von dir! ;)
Und wenn du es schon hier so ausführlich beschreibst, musst du dich auch nicht wundern wenn hier die ein oder anderen Leute was dazu sagen. Die Gesundheit von goonie ist für mich bei den Touren das wichtigste, Bilder kann man immer wieder machen!
 
Pfefferspray zählt in Belgien als verbotene Waffe!Das sollte man grade dann wissen wenn man das Hobby nicht erst seit gestern betreibt.
 
Wenn solche Verteidigungsmittel von Nöten sind oder in Erwägung gezogen werden sollte man überlegen ob es überhaupt Sinn macht so eine Location zu besuchen.Ich hätte lieber keine Fotos als eine Anziege wegen Waffenbesitz.
 
Ansichtssache.
Wir haben aber auch nicht mit sowas gerechnet. Eigentlich machen wir um bewachte Objekte einen Bogen.
Der Inhalt der Fototasche meiner Freundin ist aber auf Eventualitäten vorbereitet. Man kann ja auch mal im Park oder im Wald angegriffen werden.
 
Hmmm, ein bisschen Mecker wegen Hausfriedensbruch wäre mir immer noch deutlich lieber als eine Anzeige wegen Waffenbesitz - DABEI drückt garantiert kein Wachdienst/Polizist mehr ein Auge zu !

Beim Urbexen wurde ich übrigens noch nie angegriffen, trotz einiger Begegnungen (Sprayer, Obdachlose, Schrottdiebe)... in der Essener Innenstadt dagegen schon öfter :?
 
Ich finds lustig, da es ja nochmal gut ausgegangen ist..... lach-
Passiert sicher nicht nochmal in dieser Form Professor-
Seishin schrieb:
Du verschwindest in einem Haus und drückst du Tür von innen zu, während draußen ein Hund auf deine "Partnerin" zurennt...
Ernsthaft?
Vielleicht passt sie ja auf ihn auf soso-
Wenn sie schon die Verteidigungsmaßnahmen in der Tasche hat, durchaus möglich staunen-

Nikon Nobody schrieb:
Ich wollte zuerstetwas stabiles zwischen michund den Hund bringen.
Ist doch nicht verwerflich ratlos-


Nikon Nobody schrieb:
Und du hast recht: Ich hab sie dem Hund zum Fraß vorgeworfen.
Genau daumen- Erstens ist ein satter Schäferhund träger und zweitens wird er keinen Bock auf Nachtisch haben.
 
Jemanden in der Gruppe als Opfer zurücklassen ist m.E. eine brauchbare Idee.
Das muß man spielerisch sehen. Man kann sich ja abwechseln beim gefressen werden. lach- lach-
Vor allem wenn er/sie eh schon in der ungünstigen Position ist und dem "geschnappt werden" nicht mehr entgehen kann, kann sie sich immer noch nützlich machen indem sie den Rückzug der anderen deckt.
 
shadowed schrieb:
Beim Urbexen wurde ich übrigens noch nie angegriffen, trotz einiger Begegnungen (Sprayer, Obdachlose, Schrottdiebe)... in der Essener Innenstadt dagegen schon öfter :?

Wo treibst du dich rum? HBF und Unterstadt habe ich schon einiges durch, aber Innenstadt hatte ich bis jetzt ruhe.

kbär schrieb:
Jemanden in der Gruppe als Opfer zurücklassen ist m.E. eine brauchbare Idee.
Das muß man spielerisch sehen. Man kann sich ja abwechseln beim gefressen werden. lach- lach-
Vor allem wenn er/sie eh schon in der ungünstigen Position ist und dem "geschnappt werden" nicht mehr entgehen kann, kann sie sich immer noch nützlich machen indem sie den Rückzug der anderen deckt.

Wenn nun jemand von der Ordnungsmacht erwischt wird fällt das unter dumm gelaufen.
Aber geopfert oder zurückgelassen wird niemand.
 
Übrigens: Hier mal die Story aus Sicht meiner Freundin:
Auf der Suche nach der Villa BeEmWe sind wir in einem kleinen Ort gelandet. In einer Wohnsiedlung musste sich das Objekt unserer Begierde befinden. Wir orientierten uns an Hand von Koordinaten, fanden dann schliesslich ein grosses verwildertes Areal. Von der Strasse aus konnten wir ein kleines marodes Haus erkennen, was uns nicht gerade wie die Villa vorkam. Wir liefen den Zaun ab, um irgendwo ein „Leck“ im Zaun zu erkennen. Natürlich fanden wir erstmal nix, nur hörten wir aus der Ferne einen kleffenden Hund und sind wieder abgezogen.weiter umschauend, sind wir auf das verwucherte Grundstück gelangt. Zu sehen bekamen wir in dem Haus, einen alten BMW, man sagt, ca 30 Jahre alt. Das Gebäude war einsturzgefärdet, in der Garage hing die Decke schon halb herrunter. Nach unseren Fotos haben wir uns zur Villa, das sich mitten auf dem grossen zugewachsenen Areal befand, aufgemacht. Von Aussen schnell ein paar Fotos gemacht, dann kam schon bellend ein grosser Hund. Ich war zu der Zeit alleine, natürlich rannte er zu mir … Instinktiv blieb ich stehen und reckte ihm mein Stativ entgegen. Dann rief sein Frauchen ihn zurück. Mit einem mal stand dann ein wetternder Mann mit einem „Enterhaken“ da und schrie mich auf französisch an … Natürlich haben wir schnell das Grundstück verlassen und er kam uns auch nicht nachgerannt.... Schade, selbst die verfallene Villa hab ich nie von innen zu Gesicht bekommen ...
 
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