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Ofenkaulen / Schlammpeitziger

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Anonymous

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Die Ofenkaulen sind ein Stollensystem im Siebengebirge oberhalb von Königswinter.

Die Stollen entstanden im späten Mittelalter durch den Abbau von Trachyttuff für den Backofenbau, daher resultiert der Name (Ofenkaule bzw Ofenkule). Der dort abgebaute Trachyttuff verfügte über eine ausgesprochen hohe Qualität, so dass es möglich war, Ofenplatten von bis zu 2m² zu gewinnen. Mit diesen Platten war es zum ersten Mal möglich, einen kontinuierlichen Backbetrieb zu realisieren, d. h. es konnte gleichzeitig befeuert und gebacken werden. Der Königswinterer Ofen verbreitete sich bald europaweit.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges mussten in einigen Teilen der Ofenkaulen Zwangsarbeiter unter schlimmsten Umständen Einspritzpumpen für den Flugzeugmotor „BMW 801“ herstellen. Es handelte sich hier um die unterirdische Verlagerung der Firma Aero-Stahl aus Köln, die unter dem Decknamen „Schlammpeitzger“, in den Stollen untergebracht war.

In den letzten Kriegstagen suchten einige hundert (berichtet wird auch von ca. 2000) Bürger von Königswinter hier einen bombensicheren Zufluchtsort.

Heute sind die Ofenkaulen eingetragenes Bodendenkmal. Sie sind massiv verschlossen und nur für Fledermäuse wurden Einflugschlitze gelassen. Die Ofenkaulen gehören zu den wichtigsten Fledermausreservaten im südlichen NRW/nördlichen Rheinland-Pfalz. Trotz des Verschlusses gelingt es Personen unterschiedlicher Motivation immer wieder, illegal in die Ofenkaulen einzudringen. Zahlreiche Unfälle zeugen von der Gefährlicheit solcher Unternehmungen.


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322_ofenkaulen_2004_aerostahl_19_sw_klein_1.jpg


322_ofenplatte1_1.jpg


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Die bilder hab ich aus google....sind also nicht meine eigenen.
Ich selbst finde die U-Verlagerung höchst Interessant. Könnte man nicht mal eine Exkursion in Angriff nehmen?
 
Ich habe leider noch keine konkreteren Angaben zum Standort der Eingänge.....wenn jemand mehr weiss, oder Informationen für mich hat, würde ich mich gern über ne PM freuen!
 
Wäre mit von der partie, Dirk bestimmt auch. hier käme endlich mein Tauchschein wieder zum Einsatz wenn ich mir das letzte Bild ansehe... Brauche noch equipment für u-wasser fotos... ;-)
 
Hmm. Ofenkaulen..
Interessante aber auch sehr böse Anlage.
Zum ersten kannst Du Dich in diesem wunderschönen labyrinth prima verlaufen. Zum zweiten besteht an vielen Stellen Absturzgefahr. Und zum dritten soll diese Anlage wegen des Fledermausquartieres abgesichert sein.
Hab diese Infos von jemandem der offizeill mal drin war.
 
Falls ihr vorhabt da reinzugehen nehmt euch auf jeden fall Atemschutz mit ! Kein Witz hab mal nen geöffneten Bunker gesehen der für Fledermäuse zugemacht war riecht gar nicht gut und ob das Gesund ist glaub ich auch nicht
 
Hallo

War vor einigen Jahren das letzte mal drin. Ist immer wieder einen Besuch wert. Wie es derzeit mit der Möglichkeit des Zugangs aussieht, kann ich leider nicht sagen. Einfach mal hinfahren und nachschauen. Dort im Umkreis gibt es eine Menge interessanter Dinge, auch oberirdisch die es sich anzuschauen lohnt. Irgendwie war das damals wie zu Goldgräberzeiten, jeder hat wohl irgendwo rumgebuddelt.
Prinzipiell sollte man auf jeden Fall helles und langlebiges Leuchtgerät mitbringen. Außerdem sollte man sich zwecks der Orientierung planvoll in die Anlage hinein begeben und öfters mal realisieren wo man denn überhaupt gerade ist. Sollte man sich dann auch noch in die unteren Level begeben, ist noch mehr Vorsicht geboten um dann überhaupt noch zu wissen wo man ist.
Quadratisch, praktischer und systemmatischer Stollenverlauf ist nicht vorhanden. Ebenfalls ist die Absturzgefahr nicht zu unterschätzen. Bei unserem damaligen Eingang ging es Innen drin nach ca. 1-2 m erst mal 5 m nach unten. Dort muß auch mal ein Familienvater mit einem Feuerzeug bewaffnet rückwärts eingestiegen sein und gleich abgestürzt. Also stets Blick und Schritt nach vorn. Besondere Vorsicht gilt beim Fotografieren, denn da läuft man gerne mal ein paar Meter rückwärts um alles aufs Bild zu bekommen.
Essen und Trinken sollte natürlich auch nicht fehlen, da man dort locker 6 Stunden und mehr zubringen kann.
Hier noch eine kleine Bitte oder Anregung von mir: Nehmt doch einfach mal einen Müllsack mit, kann auch ein ganz kleiner sein und befreit die Anlage von ihrem Müll.

Gruß U.
 
Ah interessant. Wenn wir uns dazu entschliessen, die Anlage mal zu befahren, werd ich Deinen Rat beherzigen und nen Müllsack mitnehmen. :)
 
bedingt durch die illegalität der befahrung der ofenkaulen würde ich den legalen offiziellen weg versuchen.....
wer hat lust dieses bodendenkmal zu entmüllen .....und denkt dabei daran an eine offizielle anfrage beim landschaftswart des rhein-sieg-kreises.
mit ihm zusammen könnte eine müllaktion foto- oder tv-dokumentarisch den neu entstehenden nationalpark siebengebirge in der presse unterstützen ;) der nabu der fledermäuse hat wie ich denke mit müll ja wohl nichts am hut , wobei diese wohl auch kaum die verursacher sein dürften. die meisten vögel kommen wohl aus der adventure riege....

last uns einmal ein konzept erarbeiten um die gute sache zu präsentieren! insider sind gefragt!!
wer war innerhalb der letzten zehn jahre wirklich dort?

ihr und eure ideen seid gefragt...

v.g. M.

p.s.:
müllaufkommen in 2002 war noch moderat, graffitti hat mich aber zunehmend verärgert, das ist die grösste sauerei überhaupt, weil die entfernung richtig mühe macht.
 
Ich hab da auch noch Fotos von allerdings aus einem nicht mehr existierenden Forum

dauert noch was,mein Uploader ist nicht erreichbar,teste grade mit mäßigem erfolg die anderen



2.


Die beiden sind die einzigen die ich sicher zu ordnen konnte,die anderen könnten auch von einer Begehung unter Castrop Rauxel sein,da ich sie blöderweise in einen ordner reingetan hab. :roll:
 
Einem was es schon seit längerem nicht mehr gibt,da es der Betreiber für sicherer hielt,es ganz zu schließen.

Er war einer der ersten im Mielke Bunker und leider konnte man ihm so das eine oder andere nachweisen.


Er hatte sehr viel Ahnung von Schließtechniken um es mal so zu formulieren^^
 
Mein Fazit bisher:

die Ofenkaulen sind im großen und ganzen dicht. Man bräuchte schon Wehrwolf und seinen Presslufthammer um da einen Zugang zu bekommen, aber das würd glaub ich mitten in einem Naturschutzgebiet für - vorsichtig ausgedrückt - etwas Argwohn seitens der Wanderer / Naturschutzbehörde / sonstigen grün angezogenen (Halb-)Offiziellen sorgen.

Es gibt noch ein paar kleine Stollen, die man besichtigen kann, u.A. Stollen 36/37. Hier kommen ein paar Fotos:

ein nicht besonders vertrauenerweckendes Loch im Waldboden ist der Eingang zu Stollen 36/37


... ein herzliches Willkommen kann man das auch nicht gerade nennen:


ein kleiner Seitengang der zum Ansitz des Selbstschützen führt ...


die Schießscharte (?) des Selbst-Schuss-Apparats ...


... gleich am Eingang treffen wir den ersten Bunker-Bewohner. Er will wohl nicht aufs Foto (kann ich verstehn)


... etwas weiter drin: die 2. Tür


Regale in einer Seiten-Nische


... ein Maschinen-Sockel:


und am Ende des Tunnels ist nicht etwa Licht, nein, am Ende des Tunnels sind ... richtig, REGALE! ;)
 
Das sind ja einmalige und schöne Bilder. Gibt es keine Verbindungen zwischen den Stollen. Die Anlage ist doch ziemlich groß. Allerdings habe ich auch schon Bilder gesehen die eindeutig zeigen wie gefährlich der Rest der Anlage ist. Trotzdem da müßte man reinkommen :D :D :wink:
 
taunusbär schrieb:
Das sind ja einmalige und schöne Bilder. Gibt es keine Verbindungen zwischen den Stollen. Die Anlage ist doch ziemlich groß. Allerdings habe ich auch schon Bilder gesehen die eindeutig zeigen wie gefährlich der Rest der Anlage ist. Trotzdem da müßte man reinkommen :D :D :wink:

in Stollen 36/37 ist definitiv keine Verbindung zum Rest der Anlage, und ja, sie ist wirklich sehr groß.

Die Gefährlichkeit kann ich auch bestätigen. Ich bin gestern in einen Schlupf gekrochen um einen evtl. Zugang zu erkunden, aber weiter als 3 Meter bin ich nicht rein. Das Gestein ist dermaßen brüchig, dass vermutlich einmal falsch Niesen reicht und man hat 2 Tonnen Geröll in der Nase :/. Ich hab zwar nichts gegen ein wenig Risiko, aber lebensmüde bin ich auch nicht ...
 
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